Dutzende Beweisbilder auf dem Handy
Bei allen Beschuldigten gab es Hausdurchsuchungen. Auf einem Handy wurden 74 Tatbeweisbilder entdeckt. Bei einem der Beschuldigten fanden die Ermittler weitere Dosen mit Bauschaum sowie eine Kassenquittung vom 9. Dezember 2024 über den Einkauf weiterer Bauschaumdosen.
Im Laufe der weiteren Ermittlungen gerieten laut Staatsanwaltschaft zwei rumänische Staatsangehörige - eine 19 Jahre alte Frau und ein 29 Jahre alter Mann aus dem Alb-Donau-Kreis - ins Blickfeld. Den Angaben zufolge wurden vom Handy des 29-Jährigen, das auch die Frau genutzt haben soll, in der Nacht des 9. Dezembers über 50 Tatbeweisbilder auf den Mobilfunkanschluss eines der drei Männer, die bei der Kontrolle aufgefallen waren, geschickt. Der 29-Jährige gab demnach an, das Handy sei von der 19-Jährigen, einer Verwandten, genutzt worden, was sich nach Angaben der Ermittler auch verifizieren ließ. Der Verdacht gegen den 29-Jährigen sei dadurch weitgehend entkräftet, hieß es.
Sämtliche Beschuldigte befinden sich laut Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß. Die Finanzermittlungen dauerten noch an. Angaben dazu, wer womöglich welchen Tatbeitrag geleistet habe, könnten derzeit nicht gemacht werden.
Warnung vor Anwerbeversuchen
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte zuletzt öffentlich vor Versuchen russischer Geheimdienste, für Spionage und Sabotage in Deutschland sogenannte Wegwerf-Agenten zu rekrutieren, gewarnt. Deren Taten werden von den Sicherheitsbehörden als Teil der hybriden Bedrohung, der sich Deutschland vor allem seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ausgesetzt sieht, eingeschätzt.
Unter hybrider Kriegsführung wird eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann - bis hin zur Destabilisierung ganzer Gesellschaften.