Bavarian Bowl Alles oder nichts für die Hof Jokers

Ein Endspiel bereits vor den Playoffs steht für die American Footballer der Hof Jokers am Samstag an. Sie müssen ausgerechnet bei den Franken Knights gewinnen. Aber es gibt Hoffnung.

Hof - Mit zwei Niederlagen und einem Sieg sind die Hof Jokers in die Bavarian-Bowl-Serie der American Footballer gestartet. Eine Bilanz, die nun – nach der Hälfte der Gruppenspiele – die Hofer stark unter Druck setzt. „Drei Spiele – drei Siege“, gibt Headcoach Johannes Wellner die Richtung vor dem Auswärtsspiel bei den Franken Knights in Rothenburg ob der Tauber am Samstag, 15 Uhr, vor. Zurecht, schließlich sind in den drei ausbleibenden Gruppenspielen auch drei Siege nötig, um die Chance auf die Playoffs zu wahren. „Für uns beginnen die Playoffs schon am Samstag“, sagt Wellner. „Denn wenn wir am Samstag nicht gewinnen sollten, sind die Playoffs utopisch.“

Und ein Sieg bei den Franken Knights ist gar nicht einmal so naheliegend, haben die Rothenburger doch bislang alle ihre Spiele gewinnen können. Am Sonntag in Hof aber nur knapp mit 9:7, was den Jokers Hoffnung macht. „Wir haben bewiesen, dass wir sie besiegen können“, sagt Wellner im Rückblick auf die knappe Niederlage, bei der Hof mindestens ebenbürtig war, aber in der Offense noch zu grün hinter den Ohren. „Rothenburg hat ein paar mehr Veteranen im Team, die eben zwei, drei Fehler weniger gemacht haben als wir“, sagt der Jokers-Cheftrainer, der allerdings unter der Woche mit seinem Team daran gearbeitet hat, die Fehler abzustellen. „Die Defense hat meine Philosophie verstanden. Jetzt hat sich unser Fokus auf die Baustelle Offense gerichtet.“

Eine Qualitätsfrage sei der holprige Start in die Saison allerdings nicht, vielmehr eine mentale Frage. „Die jungen Kerle müssen in den entscheidenden Momenten auch ihr Können umsetzen. Es fehlt nicht mehr viel, es muss nur noch Klick machen.“ Am Besten schon am Samstag in Rothenburg, denn in allen anderen Fälle wäre die ohnehin kurze Football-Saison für die Jokers schon nach sechs Spielen vorbei. „Ganz klar: Wenn wir am Samstag nicht gewinnen sollten, sind die Playoffs Geschichte“, sagt Wellner, der allerdings auch betont: „Die Playoffs haben wir Trainer nicht als Ziel ausgegeben, sondern die Spieler selbst. Unser Fokus war ein anderer.“ Nämlich die Entwicklung eines Teams, das im nächsten Jahr in der Bayernliga angreifen kann.

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