Bayern Ärger um Tarif-Schlichterspruch für Sicherheitspersonal

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild/dpa

München (dpa/lby) - Im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes in Bayern stehen die Zeichen auch nach einem Schlichterspruch eher auf Konfrontation. Zwar wurde der Vorschlag in der Schlichtungskommission knapp angenommen, jedoch gegen die Arbeitnehmerseite, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) am Mittwoch mitteilte.

München (dpa/lby) - Im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes in Bayern stehen die Zeichen auch nach einem Schlichterspruch eher auf Konfrontation. Zwar wurde der Vorschlag in der Schlichtungskommission knapp angenommen, jedoch gegen die Arbeitnehmerseite, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) am Mittwoch mitteilte. Diese hätte ihn nur "aus gewerkschaftspolitischen Gründen" abgelehnt, kritisierten die Arbeitgeber.

Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich dagegen empört, dass der BDSW Abstimmungsergebnisse aus der nicht öffentlichen Sitzung öffentlich gemacht habe. Dies sei "eine Unverschämtheit". Vom Tisch ist der Schlichtungsvorschlag trotz der Ablehnung durch die Arbeitnehmervertreter noch nicht: "Wir werden das Ergebnis in unserer Tarifkommission bewerten und darüber abstimmen", hieß es von Verdi.

Laut Arbeitgeberseite umfasst der Schlichtungsvorschlag Erhöhungen zwischen 1,5 und 5,29 Prozent in der ersten sowie zwischen 1,9 und 4,24 Prozent in der zweiten Stufe bei einer zweijährigen Laufzeit.

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