Bayern Gericht lässt Anklage gegen AfD-Abgeordneten Graupner zu

Der Abgeordnete Richard Graupner (AfD) nimmt an der Sitzung des bayerischen Landtags teil. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild/dpa

Schweinfurt (dpa/lby) - Der AfD-Landtagsabgeordnete Richard Graupner muss sich wahrscheinlich im Herbst vor dem Amtsgericht Schweinfurt wegen möglichen Verrats von Dienstgeheimnissen verantworten. Das Hauptverfahren sei eröffnet, die Anklage gegen den Polizeibeamten unverändert zugelassen worden, teilte das Landgericht am Montag mit.

Schweinfurt (dpa/lby) - Der AfD-Landtagsabgeordnete Richard Graupner muss sich wahrscheinlich im Herbst vor dem Amtsgericht Schweinfurt wegen möglichen Verrats von Dienstgeheimnissen verantworten. Das Hauptverfahren sei eröffnet, die Anklage gegen den Polizeibeamten unverändert zugelassen worden, teilte das Landgericht am Montag mit.

Zur angeklagten Zeit war Graupner als Hauptkommissar Leiter einer Fahndungs-und Kontrollgruppe bei der Autobahnpolizei Schweinfurt-Werneck. Er soll 2018 als Polizist in einem Ermittlungsverfahren einen Beschuldigten mit Informationen versorgt haben. Der Angeklagte bestritt zuletzt diese Vorwürfe. Der Landtag hatte im vergangenen Dezember Graupners Immunität aufgehoben.

Der 58-Jährige ist Bezirksvorsitzender der Unterfranken-AfD und seit längerer Zeit im rechten politischen Lager aktiv. Er saß früher für die Republikaner im Schweinfurter Stadtrat.

© dpa-infocom, dpa:210621-99-81412/2

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