Bayern Ingolstadt stellt Trainer Schubert frei: Rehm übernimmt

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Ingolstadts Trainer André Schubert. Foto: Bernd Thissen/dpa/Bildarchiv/dpa

André Schubert und der FC Ingolstadt gehen getrennte Wege. Zum zweiten Mal in dieser Saison entlässt der Aufsteiger seinen Trainer und reagiert auf die sportliche Krise. Schuberts Nachfolger steht bereits fest.

André Schubert und der FC Ingolstadt gehen getrennte Wege. Zum zweiten Mal in dieser Saison entlässt der Aufsteiger seinen Trainer und reagiert auf die sportliche Krise. Schuberts Nachfolger steht bereits fest.

Ingolstadt (dpa/lby) - Mit großen Ambitionen war André Schubert Ende September als Trainer beim FC Ingolstadt gestartet. Doch nach acht Spielen ist bereits Schluss. Der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga stellte den 50-Jährigen am Mittwoch mit sofortiger Wirkung frei, wie der Verein mitteilte. Nachfolger wird Rüdiger Rehm (43), wie schon am Abend bekanntgegeben wurde.

Die Entscheidung zur Trennung von Schubert ist ob der sportlichen Krise keine Überraschung, mit Blick auf dessen kurze Amtszeit schon. "Wir haben diese Entscheidung nach eingehender Analyse der aktuellen Situation getroffen. Ich möchte mich im Namen des gesamten Vereins bei André für seinen Einsatz in den vergangenen, fordernden Wochen bedanken und ihm alles Gute für seinen weiteren Weg wünschen", sagte Sport-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer laut Mitteilung. Zusammen mit Schubert werde auch Co-Trainer Asif Saric von seinen Aufgaben entbunden.

Am Abend verkündete Beiersdorfer, "den richtigen Mann" für die Schlüsselposition des Trainers gefunden zu haben. Rehm, der zuletzt von Februar 2017 bis Oktober 2021 für den SV Wehen-Wiesbaden tätig war, werde "kurzfristig wichtige Impulse setzen, steht aber auch konzeptionell für eine mittel- und langfristige Weiterentwicklung des Teams", fügte Beiersdorfer an. "Für uns sind beide Faktoren ganz entscheidend, weil wir uns mit unterschiedlichen Szenarien befassen müssen. Ausdrücklich und allem voran liegt der volle Fokus jetzt darauf, Erfolgserlebnisse einzufahren, um das Ziel 'Klassenerhalt' noch erreichen zu können."

Rehm selbst äußerte, das Team habe "die Mentalität und die Charaktere für diese schwere Aufgabe, doch wir müssen auch noch das letzte, entscheidende Quäntchen herauskitzeln. Unser Ziel ist klar: Wir wollen uns mit allen Mitteln den Klassenerhalt erkämpfen."

Schubert hatte in acht Zweitliga-Partien an der Seitenlinie der Oberbayern gestanden. Die Bilanz spricht gegen ihn: Drei Remis und fünf Niederlagen. Ja, in den Partien gegen den SC Paderborn (1:2) oder FC Erzgebirge Aue (0:1) waren die Ingolstädter ebenbürtig. Doch am Ende braucht es Punkte, um in der Liga zu bleiben. Und die blieben unter Schubert weitestgehend aus.

Zuletzt hatten 18 coronabedingte Ausfälle seine Arbeit bei den Schanzern erheblich erschwert. Schuberts Notelf schlug sich wieder einmal wacker. Doch mehr als ein Punkt sprang gegen ebenfalls abstiegsbedrohte Rostocker nicht raus. Zu wenig, um Anschluss an die rettenden Tabellenplätze zu halten.

In dem früheren Gladbach-Coach Schubert bewies der FC Ingolstadt erneut kein Trainerglück. Schon Vorgänger Roberto Pätzold war nach nur rund drei Monaten freigestellt worden. Davor hatte Tomas Oral immerhin über ein Jahr die Geschicke in Ingolstadt geleitet. Konstanz sieht dennoch anders aus. Rehm ist nun bereits der vierte Trainer in diesem Kalenderjahr.

Die Geschehnisse weisen Parallelen zur Saison 2018/19 auf. Damals war Ingolstadt am Ende in die 3. Liga abgestiegen. Zuvor wurde der Coach viermal ausgetauscht.

Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde sind die Schanzer mit gerade mal sieben Punkten abgeschlagen Tabellenletzter. Der letzte Ligasieg gelang am 27. August.

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