Bayern Schulpädagoge kritisiert Quereinsteiger als Lehrer

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Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der Passauer Schulpädagoge Norbert Seibert kritisiert den Einsatz von Quereinsteigern als Lehrer scharf. "Wenn der Minister jetzt wegen Lehrermangels Quereinsteiger einstellt und diese kein Lehramtsstudium mehr benötigen, werden die Schülerinnen und Schüler ihr blaues Wunder erleben", sagte Seibert, der den Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Passau innehat, der "Passauer Neuen Presse" (Freitag) an die Adresse von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Passau (dpa/lby) - Der Passauer Schulpädagoge Norbert Seibert kritisiert den Einsatz von Quereinsteigern als Lehrer scharf. "Wenn der Minister jetzt wegen Lehrermangels Quereinsteiger einstellt und diese kein Lehramtsstudium mehr benötigen, werden die Schülerinnen und Schüler ihr blaues Wunder erleben", sagte Seibert, der den Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Passau innehat, der "Passauer Neuen Presse" (Freitag) an die Adresse von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

"Man ist kein Lehrer, wenn man ein Master- oder Magisterstudium in den Fächern Deutsch, Deutsch als Fremdsprache, Englisch, Informatik, Biologie, Physik, Chemie oder Mathematik mit der Note mindestens 3,5 absolviert hat." Für ein Lehrerdasein sei ein grundständiges Studium mit Inhalten aus den Erziehungswissenschaften und Schulpraktika nötig, betonte Siebert, der vor einiger Zeit mit der Aussage Schlagzeilen machte, 40 Prozent der Lehrer seien für ihren Job nicht geeignet.

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