Bayern Rechtsextremist an illegaler Schule beteiligt

dpa

Röllbach (dpa/lby) - Bei einer mutmaßlich illegal betriebenen Schule im unterfränkischen Landkreis Miltenberg bestehen enge Bezüge zur rechtsextremen Szene. "Ich kann bestätigen, dass eine Person, die uns aus dem rechtsextremen Bereich bekannt ist, dort involviert ist", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz am Samstag.

Röllbach (dpa/lby) - Bei einer mutmaßlich illegal betriebenen Schule im unterfränkischen Landkreis Miltenberg bestehen enge Bezüge zur rechtsextremen Szene. "Ich kann bestätigen, dass eine Person, die uns aus dem rechtsextremen Bereich bekannt ist, dort involviert ist", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz am Samstag. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Behörde berichtet, bei dem Mann handele es sich um den Betreiber und Verantwortlichen der Schule.

Dem BR zufolge wird momentan geprüft, inwieweit dieser Einfluss auf den Schulbetrieb genommen hat. Auch die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus sei bereits in den Fall mit eingebunden.

Das Landratsamt Miltenberg und die Polizei hatten das Gebäude in Röllbach vor knapp zwei Wochen durchsucht und dabei Anhaltspunkte für ein nicht genehmigtes Betreuungsangebot für Kinder während der Unterrichtszeit erhalten. Wie eine Sprecherin des Landratsamtes weiter mitteilte, wurde die Nutzung der Einrichtung verboten. Die Untersuchungen zur sogenannten Querdenker-Szene dauerten zwar noch an, doch liege die Vermutung nahe, dass die Menschen, die die Einrichtung genutzt hätten, die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung kritisch sähen.

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