Wegen Corona Bayern bricht Amateurfußballsaison ab

Linien auf einem Fußballplatz. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/Archiv/dpa

Vor einem Jahr wollte Bayern seine Amateurspielzeiten nicht abbrechen, sondern nur unterbrechen. Das Ziel war, sie in dieser Saison abschließen zu können. Das klappte nicht. Nun haben die Vereine entschieden, wie Auf- und Abstieg geregelt werden.

München (dpa/lby) - Die vor mehr als einem Jahr unterbrochene Saison im bayerischen Amateurfußball kann nicht zu Ende gespielt werden - Auf- und Absteiger wird es dennoch geben. Dafür sprach sich bei einer Umfrage des Bayerischen Fußball-Verbandes eine Mehrheit der angeschriebenen Vereine aus. Der BFV nannte es ein "eindeutiges Votum". Dieses sieht vor, dass in den einzelnen Spielklassen die Tabellenstände nach einem Quotienten aus Punkten und absolvierten Spielen berechnet werden. Dadurch wird es auch Auf- und Absteiger geben. Relegationspartien fallen demnach weg.

Dass die 2020 nur unterbrochene Spielzeit nicht wie erhofft noch zu Ende gebracht werden kann, zeichnete sich zuletzt bereits ab. Wegen der Folgen der Corona-Pandemie und der Vorgaben der Politik konnten die Freizeitkicker monatelang nicht trainieren. Um die Spielzeit noch zu retten, hätte der Trainings- und Wettkampfbetrieb spätestens Anfang Mai wieder loslegen müssen. Das wurde aber nicht erlaubt.

Daher erarbeitete der BFV Szenarien für den Abbruch, über die die Vereine abstimmen konnten. 71 Prozent sprachen sich dafür aus, dass eine Quotientenregelung zum Einsatz kommt und es Auf- und Absteiger gibt. Knapp 29 Prozent waren dafür, die Spielzeit abzuschließen und alle Vereine auf Aufstiegs- und Relegationsplätzen aufsteigen zu lassen, die Absteiger aber zu verschonen. Relegationen wird es keine geben. Fast 3000 der knapp 3700 Vereine nahmen an der Umfrage teil. Der BFV-Vorstand wollte noch am Dienstag einen Beschluss fassen.

Nicht betroffen von dem Abbruch sind die Aufstiegsspiele für die 3. Liga: In den Playoffs kämpfen von Dienstag an die Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg, SpVgg Bayreuth und 1. FC Schweinfurt 05 um das Recht, gegen einen Vertreter der Regionalliga Nord um einen Platz in der 3. Liga zu spielen. Darüber hinaus stehen noch die finalen Partien im Liga- und Toto-Pokal an, in denen zwei bayerische Vertreter für die erste Runde des DFB-Pokals ermittelt werden.

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