Hitze in Oberfranken Beobachtungsflüge wegen Waldbrandgefahr

, aktualisiert am 17.06.2021 - 12:49 Uhr
Wegen hoher Waldbrandgefahr: Beobachtungsflug über einem oberfränkischen Waldgebiet. Symbolfoto. Foto: Peter Stollberg, Regierung von Oberfranken

Heute ist es heiß in der Region. Doch wenn es trocken ist, kann es schnell gehen: Eine achtlos weggeschmissene Kippe oder eine Grillparty in der Nähe von Bäumen können dann rasch ein ganzes Waldstück in Flammen aufgehen lassen. In den kommenden Tagen ist wieder Vorsicht geboten. Die Regierung von Oberfranken hat vorsorglich Beobachtungsflüge angeordnet.

Oberfranken/München/Offenbach - Die Böden trocken, am Himmel kaum ein Wölkchen in Sicht: In den kommenden Tagen ist die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns hoch - auch in vielen Teilen Oberfrankens. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Donnerstag bei etwa der Hälfte seiner Stationen im Bundesland mit der zweithöchsten von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen.

Denn heute ist es heiß: Die Temperaturen in Hof und im Fichtelgebirge bewegen sich um die 31 Grad. Noch heißer ist es in Bayreuth, Kulmbach, Kronach und Coburg. Die vorhergesagten Höchsttemperaturen lagen dort jeweils bei 33 Grad.

Auch am Freitag bleibt es laut DWD in weiten Teilen Bayerns meist sonnig bei 30 bis 35 Grad. Die Waldbrandgefahr bleibt auch am Freitag und am Wochenende in vielen Regionen hoch.

Die Regierung von Oberfranken hat daher für das Wochenende Beobachtungsflüge angeordnet. Das kündigt die Behörde in einer Pressemitteilung an. Die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die Einsatzflugzeuge und die Piloten zur Verfügung. An Bord der eingesetzten Flugzeuge befinden sich neben den Piloten ausgebildete Luftbeobachter, die die Wälder aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen. Ist ein Brand festzustellen, werden die Feuerwehren über die Integrierte Leitstelle alarmiert und die Einsatzkräfte werden vom Luftbeobachter zur Einsatzstelle gelotst. Die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz trägt die Regierung von Oberfranken aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Die Regierung von Oberfranken appelliert an alle Besucher der oberfränkischen Wälder, äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Zudem sollte wegen des Brandrisikos durch heiße Fahrzeugkatalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund geparkt werden. Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt ohnehin ein Rauchverbot im Wald.

Mit Feuchtigkeit von oben ist demnach erstmal nicht zu rechnen: Der DWD erwartet in den kommenden Tagen meist trockenes Wetter, reichlich Sonne.


 

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