Bayern Windräder: Bund Naturschutz fordert Ende der Abstandsregel

Ein Windrad in einem Getreidefeld. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild/Archiv/dpa

Sinzing (dpa/lby) - Nach einem erneuten Bürgerentscheid für Windkraft hat der Bund Naturschutz (BN) eine Abkehr von der umstrittenen Abstandsregelung in Bayern verlangt. Der Freistaat brauche nun verbindliche Ziele für Energieeinsparungen, Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien, sagte der Landesbeauftragte Martin Geilhufe am Montag.

Sinzing (dpa/lby) - Nach einem erneuten Bürgerentscheid für Windkraft hat der Bund Naturschutz (BN) eine Abkehr von der umstrittenen Abstandsregelung in Bayern verlangt. Der Freistaat brauche nun verbindliche Ziele für Energieeinsparungen, Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien, sagte der Landesbeauftragte Martin Geilhufe am Montag. "Die 10-H-Abstandsregel für Windkraft muss abgeschafft, auf Straßenneubauten verzichtet und eine Solarpflicht für Gebäude eingeführt werden."

Die 10-H-Regel besagt, dass ein Windrad in Bayern mindestens das Zehnfache seiner Höhe von Wohnbebauung entfernt sein muss. Die Vorschrift ist seit Jahren umstritten.

Am Sonntag hatten sich die Bürger in Sinzing bei Regensburg für den Bau von zwei Windrädern entschieden. Rund 55 Prozent der Wähler seien bei einem Bürgerentscheid für das Projekt gewesen, teilte die Gemeinde mit. Im Mai hatten sich bereits die Bürger im oberbayerischen Landkreis Ebersberg für fünf Windkraftanlagen im Ebersberger Forst entschieden.

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