Bayreuth/Kulmbach Heckenbrände und Verletzte durch Feuerwerk

Mehrere Personen haben in der Nacht in Bayreuth und Kulmbach Verletzungen durch Feuerwerkskörper erlitten. Auch kam es zu Schlägereien. 

Silvestermüll in Bayreuth am Tag danach: Wie in einigen deutschen Städten hat es auch in Bayreuth und Kulmbach Polizei- und Feuerwehreinsätze wegen Feuerwerkskörpern gegeben. Foto: Rudi Ziegler

Die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach blickt auf eine durchschnittliche Silvesternacht zurück. Insgesamt wurden die Rettungskräfte in 15 Fällen alarmiert – elf Mal im Raum Bayreuth und vier Mal in Kulmbach. Ursachen waren Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern oder nach Schlägereien, informiert die ILS am Donnerstag. Ein Patient musste zur weiteren Behandlung in die Augenklinik nach Erlangen gebracht werden.

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Die Feuerwehren wurden 18 Mal gerufen - 15 Mal im Bereich Bayreuth und dreimal im Raum Kulmbach. Überwiegend waren kleinere Bräde an Mülltonnen oder Hecken der Grund. In einem Fall löste eine Brandmeldeanlage Alarm aus, vermutlich ebenfalls aufgrund von Feuerwerkskörpern. Verletzte Feuerwehrleute oder Rettungskräfte gab es nicht. 

Zwei Gartenhecken brannten in Haag und Hummeltal. Das berichtet die Bayreuther Polizei am Neujahrstag. In beiden Fällen waren Feuerwerkskörper die Ursache, die jeweils Schäden von rund 3000 Euro verursachten. In Hummeltal entzündete eine große Feuerwerksbatterie durch Querschläger die Hecke in unmittelbarer Nähe des Verursachers. In beiden Fällen konnte die Feuerwehr die Brände schnell löschen. 

Feuerwehren im Landkreis Bayreuth löschen Brände

Kreisbrandmeisterin Stephanie Bleuse berichtet von acht Brandeinsätzen im Landkreis Bayreuth in der Silvesternacht. Alle Brände standen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern.

Die Feuerwehr musste in der Silvesternacht zu mehreren Heckenbränden ausrücken. Foto: Kreisbrandinspektion Bayreuth

Nach dem Einsatz in Hummeltal folgte um 0.45 Uhr ein Einsatz für die Feuerwehren Seybothenreuth, Lehen und Kirchenlaibach bei einem gemeldeten Garagenbrand in Seybothenreuth. Beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte eine starke Verrauchung fest. Ein offenes Feuer war laut Mitteilung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden, mithilfe einer Wärmebildkamera haben die Einsatzkräfte die Garage auf mögliche Glutnester kontrolliert.

Nur wenige Minuten später, um 0.55 Uhr, wurde die Feuerwehr Bronn zu einem Heckenbrand alarmiert. Zeitgleich war die Feuerwehr Mehlmeisel bei einem Mülltonnenbrand in einem Bushäuschen in der Ortsmitte im Einsatz. Gegen 1.10 Uhr rückten die Feuerwehren Schreez, Haag, Spänfleck, Schnabelwaid sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bayreuth zu einem vermeintlichen Garagenbrand aus. Vor Ort stellte sich auch hier ein Heckenbrand heraus, der zügig gelöscht werden konnte.

Schnelles Handeln verhinderte Schlimmeres

In allen Fällen konnten die Einsatzkräfte die Brände durch das schnelle Eingreifen rasch unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen verhindern, so Kreisbrandmeisterin Stephanie Bleuse. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.