Piplica – da klingelt doch etwas? Am 6. April 2002 unterlief dem jetzt 51-Jährigen das wohl kurioseste Eigentor der Bundesliga-Geschichte. Am 30. Spieltag lagen die Lausitzer gegen Borussia Mönchengladbach zu Hause mit 3:2 vorne. Doch in der 85. Spielminute unterschätzte der bis dahin glänzend parierende Torhüter eine abgefälschte Bogenlampe von Marcel Witeczek. Statt übers Tor oder auf die Latte, wie Piplica augenscheinlich vermutete, flog der Ball auf seinen Kopf – und von da ins Tor. Der Altstädter Trainer Timo Rost, der damals mit Piplica im Team stand, erinnert sich: „Ich war erst ein paar Monate in Cottbus und habe mir gedacht, was haben wir denn da für einen Verrückten im Tor.“ Diese Meinung musste Rost bald revidieren, lebte ihm der Schlussmann doch „jeden Tag vor, was einen Profi ausmacht“. Und Piplica sieht diese Szene mittlerweile eher locker, wie er in einem Interview dem RBB gestand: „Das gehört zu meiner Karriere dazu und damit kann ich auch gut leben. Wahrscheinlich hätten mich ohne dieses Tor die Leute schon längst vergessen.“ Und fügte lachend hinzu: „Deswegen habe ich das damals mit Absicht gemacht.“ Viele bekannte Fußballer oder Trainer, so Piplica gegenüber unserer Zeitung, habe Cottbus ja nicht hervor gebracht: „Bis auf Ede Geyer, Timo Rost und halt mich.“