Brennender Lastwagen auf A9 Folgeunfall mit mehreren Verletzten

Eric Waha/ , aktualisiert am 24.11.2021 - 07:06 Uhr

Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr am Dienstagabend gegen einen Lastwagenbrand auf der A9 gekämpft. Dieser zog weitreichende Folgen nach sich.

Creußen/A9 - Ab 18.43 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken ein, weil in Fahrtrichtung Nürnberg ein Lkw brannte. Die Verkehrspolizei setzte im Laufe des Einsatzes sieben Streifen auch aus benachbarten Dienststellen ein, um der Lage auf der Autobahn und auch abseits des eigentlichen Brandes Herr zu werden.

Ein mit Brot beladener Sattelzug war aufgrund eines technischen Defekts im Motorbereich auf Höhe km 317 in Brand geraten, wie die Polizei berichtet. Der 62-jährige Fahrer konnte das Fahrzeug noch auf den Standstreifen steuern und sich selbst in Sicherheit bringen. Im Bereich gleich hinter dem Lastwagen kam es durch Auffahrer und Fahrstreifenwechsel zu einem Unfall mit drei Autos. Dabei wurden vier Personen verletzt, einer davon schwer. Ein beteiligtes Fahrzeug begann ebenfalls Feuer zu fangen, was von der Streife sofort mit einem Handfeuerlöscher unterbunden wurde. Das BRK versorgte die Verletzten.

Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von 20.000 Euro bei dem Unfall der Autos. Für den Brand kam das THW aus Pegnitz, Kulmbach und Bayreuth zum Einsatz. Außerdem kam die Autobahnmeisterei Trockau mit sieben Einsatzkräften sowie die Feuerwehren Bayreuth, Trockau, Bindlach und Tiergarten an den Brandort. Das Wasserwirtschaftsamt war wegen des außerordentlich verunreinigten Löschwassers mit vor Ort, um später Schaden an der Umwelt in diesem Schutzgebiet rechtzeitig entgegenwirken zu können.

Der Lkw mit Rosenheimer Zulassung war bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand geraten. Zum vollständigen Ablöschen der Ladung musste das THW einen Radlader zum Einsatzort schaffen, um die Ladung auseinander zu ziehen und später die Fahrzeugreste zu entfernen. Dafür wurde die A9 in Fahrtrichtung München voll gesperrt. Die Sperrung konnte wegen der umfangreichen Bergungsmaßnahmen erst um 2 Uhr aufgehoben werden. Währenddessen wurden die im Stau befindlichen Autos entgegen der Fahrtrichtung an der Autobahnausfahrt Bayreuth Süd von der Polizei ausgeleitet.

Bei den Löscharbeiten kam es zu einer Verpuffung, wodurch ein einmal zwei Meter großes Metallteil auf die Gegenfahrbahn schleuderte. Zwei weitere Lastwagen und ein Auto nahmen Schaden. Zu Verletzten kam es hier nicht.

Durch den Brand entstand auch an der Fahrbandecke und an den Betongleitwänden massiver Schaden. Der Brandschaden wird vorläufig auf 330.000 Euro geschätzt. Der Einsatz war um 5.45 Uhr beendet und die Autobahn wieder völlig frei befahrbar.

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