Wie hält es die Royal Family?
Während die wichtigsten Royals wie König Charles III. und Thronfolger William voraussichtlich wieder Uniform anlegen, werden Charles’ Bruder Prinz Andrew und Prinz Harry in zivil erwartet. Dabei waren beide im Militäreinsatz - Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr: Andrew wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein, und Harry hatte seine royalen Pflichten freiwillig aufgegeben.
Wie steht es um die Sicherheitsvorkehrungen?
Für den gigantischen Staatsakt koordinieren Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten in Großbritannien eine der größten Sicherheitsoperationen, die die Hauptstadt je erlebt hat. Der Aufwand werde größer als zu den Olympischen Spielen 2012, als täglich 10 000 Beamte im Dienst waren, hieß es von der Polizei. Die Absperrungen in der Innenstadt, um die Menschenmassen zu lenken, seien aneinandergereiht 36 Kilometer lang. Das Fliegen von Drohnen ist verboten. Auch in Windsor sind ein großer Polizeieinsatz mit 2000 Beamtinnen und Beamten, Sicherheitschecks wie am Flughafen und Straßensperren geplant. Außerdem überprüft die Polizei Telefonzellen, Gullys und Mülltonnen.
Was geschieht im Rest des Landes am Montag?
Das Vereinigte Königreich steht weitgehend still. Zu Ehren der Queen wird der Montag einmalig zum arbeitsfreien Feiertag. Das soll allen Menschen ermöglichen, die Zeremonien zu verfolgen. Die Maßnahmen sind weitreichend: Schulen und viele Geschäfte sind geschlossen, auch Supermärkte werden stundenlang schließen. Der wichtigste Flughafen London-Heathrow streicht mehr als 100 Flüge und verschiebt weitere, damit kein Fluglärm die Feierlichkeiten stört. Nicht notwendige Operationen wurden ebenso abgesagt wie Gerichtsverfahren.
Wie geht es für die Royal Family weiter?
Auch nach turbulenten Tagen werden vor allem König Charles und Thronfolger William kaum zur Ruhe finden. Schließlich geht es darum, dass sie sich in ihre neuen Rollen einarbeiten. Anders als der Rest des Landes, wo am Dienstag der Alltag wieder losgeht, ist die königliche Familie noch immer in Trauer: Charles hatte die traditionelle „mourning period“ bis sieben Tage nach dem Staatsbegräbnis festgelegt. Sie endet also am 26. September. Dann dürften auch die Daten für die nächsten wichtigen Termine ins Auge gefasst werden: Die Investitur von William als Prinz von Wales - und der Tag der offiziellen Krönung von Charles III.