Bei Selb Hechtangriff am Breiten Teich

Gerücht bestätigt: In dem Selber Gewässer ist es zu einem Badeunfall gekommen. Eine Schwimmerin wird von einem Hecht in die Hand gebissen.

Beim Baden im Breiten Teich in Selb ist eine Frau von einem Hecht gebissen worden. Die Kreisgruppe Wunsiedel im Bund Naturschutz (BN), die das Gewässer verwaltet, weist auf die Gefahren hin und darauf, dass jeder auf eigenes Risiko im Breiten Teich badet.

Immer wieder wurden Gerüchte laut, dass es beim Baden zu Hechtangriffen gekommen sein soll. Jetzt hätten sich diese Informationen auf dramatische Weise bestätigt, heißt es in einer Mitteilung des BN. Eine Frau wurde während eines Badegangs im Breiten Teich von einem Hecht in die Hand gebissen. Dies sei insofern nicht unbedenklich, da der Hechtbiss als sehr infektiös zu werten ist.

Fisch vermutet Beute

„Der Hecht beißt auf einen Reflex hin, in der Vermutung, einen Beutefisch zu erwischen“, schreibt BN-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner. „ Im Prinzip reagiert er wie auf einen Blinker, den man zum Fischen verwendet.“ Offenbar habe die helle, innere Handfläche den Hecht dazu verleitet, einmal kräftig zuzubeißen. „Im Breiten Teich bei Selb lauert die Gefahr“, schreibt der BN dazu.

Der Naturteich wird sehr gerne von der Selber Bevölkerung als Badeteich genutzt. Auch eine kleine FKK-Zone hat sich dort etabliert. Seit zwei Jahren gehört der Breite Teich dem BN. Mit dem Besitzerwechsel habe sich an den Nutzungsgenehmigungen nichts geändert. Auch der Naturschutzverband erlaubt die freie Benutzung des Gewässers zu Badezwecken – auf eigenes Risiko.

Vorsicht beim Nacktbaden

Da im Breiten Teich der ein oder andere kapitale Hecht sein „Unwesen“ treibe, sollten besonders Nacktbader oder Hundebesitzer sich dieser lauernden Gefahr bewusst sein. Ein Arztbesuch nach einem Hechtangriff sei dringend angeraten, um eine Blutvergiftung zu vermeiden. red

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