Bei Tröstau Helfer üben gemeinsam

Feuerwehr und Bergwacht übten gemeinsam die Rettung eines Verletzten. Foto: /pr.

Bergwacht und Feuerwehr retten einen Verletzten aus einem Waldstück. Die Zusammenarbeit funktioniert einwandfrei.

Zwei Partner, ein Ziel: Als „Blick über den Tellerrand“ war eine gemeinsame Übung der Bergwacht-Bereitschaft Wunsiedel und der Feuerwehr Tröstau im Tröstauer Forst angelegt. Angenommen wurde ein Forstunfall im Bereich des Spritzbrunnens, die Alarmierung kam über die Integrierte Leitstelle Hochfranken.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr lotste ein Einweiser an der Gaststätte „Siebenstern“ zur Einsatzstelle. Am Unfallort war die Feuerwehr nach Angaben von Kommandant Frank Kilgert für die technische Rettung der eingeklemmten Person sowie die Sicherung des gefällten Baums zuständig, um in Anschluss der Bergwacht ein sicheres Arbeiten am Patienten zu ermöglichen. Dabei waren zwanzig Feuerwehrfrauen und -männer eingesetzt, die mit Mehrzweckfahrzeug, Tragkraftspritzenfahrzeug und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug anrückten. Im Einsatzverlauf alarmierte die Feuerwehr die Bergwacht Wunsiedel und übermittelte die Koordinaten der Einsatzstelle über das System „what3words“. Dieses System legt ein Raster von drei mal drei Metern, bestehend aus 57 Billionen Quadraten, über die Erde. Durch diese Rasterung werden auch Orte abgedeckt, die über keine Adresse verfügen. Jedes dieser Quadrate wird dabei eindeutig durch eine Kombination von drei Wörtern gekennzeichnet.

What3words

Schnell war die Bergwacht mit neun Helfern und drei Einsatzfahrzeugen am Einsatzort und leitete die medizinische Versorgung der Patienten ein. Aufgabe war die Versorgung der schwer verletzten und eingeklemmten Person. Neben der Stillung einer starken Blutung und der Schienung der gebrochenen Beine mussten die Einsatzkräfte auch eine Angehörige des Opfers, die als Zeugin galt und unter Schock stand, medizinisch betreuen. Der Abtransport der Patienten mittels Schleifkorbtrage und Gebirgstrage fand anschließend in Zusammenarbeit beider Hilfsorganisationen statt.

Großes Lob

Bei der Einsatznachbesprechung lobten Kreisbrandrat Wieland Schletz und der stellvertretende Bereitschaftsleiter der Bergwacht Wunsiedel, Johannes Hoffmann, die gelungene Zusammenarbeit. Zudem wurde die zeitnahe Wiederholung einer gemeinsamen Übung vereinbart.

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