Beratung in München Mehr Platz für die Grenzpolizei

Die Grenzpolizeiinspektion in Selb platzt aus allen Nähten. Jetzt soll entweder der bestehende Bau erweitert oder ein neuer Standort in Selb gefunden werden. Foto: /Florian Miedl

Bei einem Gespräch mit Innenminister Joachim Herrmann rücken zwei mögliche Standorte in den Fokus. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel spricht von einem positiven Signal.

Selb/München - Der erste wichtige Schritt zur Erweiterung der Grenzpolizei Selb ist gemacht. Das teilt der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel mit. Bei einem Gespräch in München hat demnach der bayerische Innenminister Joachim Herrmann ein positives Signal für den Neubau beziehungsweise die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gebäudes gegeben.

„Unsere Grenzpolizeiinspektion Selb ist eine hervorragende Polizeieinheit, die für die Sicherheit in der Region gute Arbeit leistet. Sie braucht aber so schnell wie möglich auch zeitgemäße Räumlichkeiten“, schreibt Schöffel. Deswegen habe er die wichtigen Akteure zu einem Treffen in München zusammengebracht. „Ich habe deutlich gemacht, dass die jetzige Situation nicht auf Dauer beibehalten werden kann. Wir müssen jetzt dringend die Vorbereitungen für die Grenzpolizeiinspektion der Zukunft starten“, schreibt Schöffel. „In Selb werden bald mindestens 70 Grenzpolizisten und Zivilbeschäftigte stationiert sein. Mit dem Standort wächst auch der Platzbedarf. Es ist wichtig und richtig, jetzt die Standortdiskussion zu beginnen,“ so Schöffel.

Im Stadtgebiet

Dass die Grenzpolizeiinspektion einen geeigneten Standort im Selber Stadtgebiet braucht, betont laut Mitteilung der zweite Selber Bürgermeister Carsten Hentschel. Bei dem Termin mit Innenminister Joachim Herrmann, Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer und dem oberfränkischen Polizeipräsidenten Alfons Schieder habe Herrmann seine Unterstützung zugesichert, berichtet Schöffel. Nun werden ein städtisches und ein staatliches Grundstück in Selb auf ihre Eignung vertieft untersucht. Geprüft werden soll auch, ob eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes oder ein kompletter Neubau geeigneter wären. Auf Nachfrage sagt der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, dass von städtischer Seite ein Grundstück im Bereich des Bahnhofsumfeldes angedacht sei. Dies hätte auch den Vorteil, dass keine neuen Flächen versiegelt würden. Der Stadtrat habe bereits ein Grundstück reserviert, sagt Pötzsch.

Wie es in der Mitteilung Schöffels weiter heißt, ist die Grenzpolizeiin-spektion in den vergangenen Jahren auch dank der intensiven Bemühungen und der guten Zusammenarbeit mit dem Abgeordneten stark aufgewertet worden. „Die Präsenz der Polizei an der Grenze, die Kon-trollen und die Schleierfahndung leisten einen wichtigen Beitrag, um die Kriminalität im Grenzbereich einzudämmen.“

Grenzüberschreitende Kriminalität

Die originäre Aufgabe der Grenzpolizeiinspektion Selb ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Dazu zählt neben den Bereichen Wohnungseinbruchsdiebstahl, Kraftfahrzeugverschiebung, Rauschgift- und Waffenschmuggel auch die illegale Migration. Zudem werden die Schleierfahnder auch bei akuten Gefahren- oder Einsatzlagen und Fahndungen eingesetzt, heißt es in Schöffels Mitteilung weiter.

Das derzeitige Gebäude der Grenzpolizeiinspektion hat bereits einige Umbenennungen hinter sich: Zunächst Sitz der früheren Grenzpolizei wurde sie erst zur Landespolizeiinspektion, dann zur Polizeiin-spektion Fahndung (PIF) und inzwischen wieder zur Grenzpolizeiinspektion. ago

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