Bereits beim Aufstieg erfuhren die Teilnehmer so einiges über den Überlebenskampf der Bergblumen hier und ihre faszinierenden Überlebensstrategien unter limitierenden Voraussetzungen. Winzige Pflanzen haben sehr lange, verzweigte Wurzeln, um die Versorgung mit Wasser und Mineralstoffen zu gewährleisten. Überraschend war, zu erfahren, dass Hochgebirgspflanzen tatsächlich überernährt seien, was an der Sonneneinstrahlung liege. Wegen der niedrigen Nachttemperaturen könne der Zucker in den Pflanzen nicht vollständig zu Stärke umgewandelt werden und diene dann als Frostschutz. Diese Zuckerkonzentration erkläre dann auch die Häufigkeit und Intensität von Blütenfarben in Rot, Blau und Violett sowie die Rotfärbung der Blätter. Dramatisch sei die Abnahme der Vegetationszeit mit abnehmender Höhe. So haben die Pflanzen in 1500 Meter Höhe noch fünf Monate zur Verfügung, während die Vegetationszeit in 2500 Metern nur noch zwei und in 3000 Metern Höhe nur noch 1,5 Monate beträgt.