Berufsfachschule für Pflege Den Ernstfall üben im „Raum der Schrecken“

Die Auszubildenden der Krankenpflegeschule am Klinikum Fichtelgebirge sowie interessierte Pflegekräfte und Lehrkräfte trainierten mit dem Projekt „Room of Horrors“ ihre Fähigkeiten, sicher und schnell Patientensicherheitsgefahren zu erkennen. Foto: Berufsfachschule für Pflege

Pflegeschülerinnen und -schüler proben realistische Gefahren-Szenarios für Patienten. Die jungen Leute waren begeistert – ebenso wie die Profis.

Marktredwitz - Unter dem Namen „Room of Horrors“ (Raum der Schrecken) hat die Berufsfachschule für Pflege eine sehr lebensnahe Übung für ihre Pflegeschülerinnen und -schüler veranstaltet. Damit begeisterten die Verantwortlichen laut einer Mitteilung nicht nur die Auszubildenden, sondern auch interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege.

Patienten sind im Krankenhaus verschiedenen Risiken ausgesetzt, die zu unerwünschten Folgen führen können. Das sichere und schnelle Erkennen von Patientensicherheitsgefahren in Verbindung mit situativem Handeln ist erforderlich, um solche Risiken im Arbeitsalltag einer Pflegekraft zu vermeiden. Ziel war es, die Auszubildenden für die Patientensicherheit zu sensibilisieren, das situative Handeln zu schulen und einen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit im Krankenhaus zu leisten.

Alltagsnahe Risiken

In einem vorbereiteten Klassenzimmer und dem Skillslab-Raum der Schule wurden alltagsnahe Fehler und Risiken für den Patienten versteckt. Die Lernenden einwickelten fünf Szenarien mit speziellen Gefährdungen in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, bei chronisch kranken Patienten mit Diabetes mellitus und bei Patienten mit einer chronischen Wunde.

Die Auszubildenden, aber auch Pflegekräfte und Lehrkräfte versuchten in jeweils 20 Minuten einzeln und später in Teams von drei bis vier Personen, die Fehler und Risiken aufzudecken und auf vorgefertigten Bögen zu vermerken. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden die Auflösungsbögen mit allen Fehlern zum Abgleich zurück, um so die eigene Trefferquote zu bestimmen.

Wiederholung erwünscht

Die Zufriedenheit der Teilnehmer war sehr hoch und stärkte die Gruppendynamik zwischen den Ausbildungsjahrgängen. Eine Wiederholung des Projekts für das kommende Jahr ist gewünscht. „Wir sind sehr stolz auf die erfolgreichen Projekttage und das positive Feedback aller Teilnehmenden“, sagte Schulleiterin Xenia Kugler. „Es war beeindruckend, mit wie viel Engagement und Kreativität die Auszubildenden der Abschlussklasse das Projekt umgesetzt haben und sogar selbst in die Patientenrolle schlüpften, um die Krankenhausszene so realistisch wie möglich nachzustellen.“ red

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