Streik am Sana Klinikum Hof Beschäftigte fordern höhere Löhne

Die Beschäftigten des Sana-Klinikums streiken für bessere Löhne, mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen. Weitere Verhandlungen sollen folgen.

Hof - Weit mehr als 300 Beschäftigte des Sana-Klinikums aus verschiedenen Arbeitsbereichen haben am Freitagmorgen ihre Arbeit für 24 Stunden  niedergelegt. Sie forderten acht Prozent mehr Lohn und zusätzlich jeden Monat 150 Euro. Im leichten Nieselregen zogen die Streikenden vom Klinikum aus durch die Ernst-Reuter-Straße, die von der Polizei teilweise gesperrt wurde,   zur „Leitstelle Pflege“ am Berliner Platz und wieder zurück. „Das Wetter passt zu unserem Anliegen. Sonnenschein wäre heute fehl am Platz“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Schmalzbauer.

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Zunächst versammelten sich die Streikenden vor der Werkstatt des Klinikums, wo sie von Schmalzbauer auf den  Streiktag eingestimmt wurden:  „Der Sana-Konzern hat im vergangenen Jahr 67 Millionen Gewinn gemacht. Den Beschäftigten schlägt er eine Lohnerhöhung von null Prozent vor.“   Kerstin Bobrich, Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission und Betriebsratsvorsitzende, nannte die vom Sana-Klinikum in Aussicht gestellte Einmalzahlung von 4500 Euro eine „Farce“, da davon staatliche Leistungen wie der Pflegebonus abgezogen würden.  Mit Trillerpfeifen und Appellen auf Plakaten und Bannern wie „Personalmangel tötet“ oder „Ohne Personalpflege kein Pflegepersonal“ machten die Streikenden auf ihre Forderungen auch lautstark aufmerksam.

Das war der erste Warnstreik in der Geschichte des Sana-Klinikums Hof. In der kommenden Woche  wollen Gewerkschaft und Klinikkonzern weiter verhandeln.