„Beschissene Situation“ VER Selb „trainiert“ mit sechs Spielern

Beklemmende Stille herrscht derzeit in der Netzsch-Arena in Selb. Foto: Mario Wiedel

Nach den Absagen der Spiele vor zwei Wochen gegen Bayreuth und in Kaufbeuren sowie am Dienstag in Freiburg stehen auch die beiden Begegnungen am Wochenende in Landshut und Weißwasser auf der Kippe

Selb - Die komplette Saison 2020/21 in der Oberliga Süd war der VER Selb von Corona verschont geblieben, jetzt hat der Virus beim DEL2-Aufsteiger mit voller Wucht zugeschlagen. Nach den Absagen der Spiele vor zwei Wochen gegen Bayreuth und in Kaufbeuren sowie am Dienstag in Freiburg stehen auch die beiden Begegnungen am Wochenende in Landshut und Weißwasser auf der Kippe. „Wir hoffen, dass wir im Laufe des Mittwochs eine Entscheidung treffen können“, sagte DEL2-Ligenleiter René Rudorisch auf Nachfrage unserer Zeitung.

Entscheidend sei, ob die Wölfe eine spielfähige Mannschaft – also mindestens einen Torhüter und neun Feldspieler – auf die Beine bekommen. Das sei am Dienstag wegen immer noch fehlender Quarantäneanordnungen und PCR-Testergebnissen seitens des Gesundheitsamtes noch offen gewesen. „Die Tendenz kann wieder in Richtung Absage gehen“, meint Rudorisch zwar. „Aber wir brauchen alles schwarz auf weiß.“

VER-Vorsitzender Jürgen Golly spricht von einer „unklaren Lage“ und einer „beschissenen Situation“, in der man sich befindet. Wie viele Spieler vom Coronavirus betroffen sind, möchte der Verein als Arbeitgeber nicht mitteilen. Einzig der positive Test bei Trainer Herbert Hohenberger wurde in der vergangenen Woche öffentlich gemacht. Nach der Absage vom Dienstag ist aber davon auszugehen, dass sich eine zweistellige Zahl an Spielern in Quarantäne oder Isolation verabschieden musste. Worauf auch das „Training“ am Dienstagvormittag deuten ließ. Stolze sechs Mann waren auf dem Eis gestanden, teilte Golly mit.

Das derzeit einzig Positive: Bei allen an Corona erkrankten Wölfe-Spielern gibt es nach Informationen unserer Zeitung milde Verläufe. A.P.

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