Rehau - Rehau steht so etwas wie eine kleine Wahlreform ins Haus. Ordnungsamtsleiter Frank Rameckers hat dem Finanzsenat am Montag die Pläne der Verwaltung zur Neustrukturierung der Stimmbezirke vorgestellt. Der Reform sollen, wenn der Stadtrat Ende des Monats zustimmt, fünf Stimmbezirke zum Opfer fallen. Grund dafür ist vor allem die deutliche Entwicklung hin zur Briefwahl. Immer weniger Menschen geben ihre Stimme direkt in einem Wahllokal ab. Das hat sowohl rechtliche als auch personelle Folgen. In den vergangenen Jahren ist der personelle Aufwand für die Auszählung der Briefwahl-Unterlagen deutlich gestiegen, während die im Wahllokal präsenten Wahlhelfer immer weniger zu tun hatten. Dem begegnet die Stadt Rehau nun damit, dass sie im Stadtgebiet drei Wahllokale auflöst und das Personal bei den Briefwahl-Unterlagen einsetzt. Betroffen sind die Wahllokale Apostelkirche, Rotkreuz-Heim und Jugendzentrum. Neben dem personellen Aufwand spielen noch einige praktische Erwägungen in diese Überlegungen hinein, erklärte Rameckers. Außerdem sollen die Wahllokale Pestalozzi-Schule in das Alte Rathaus und jenes in den Stadtwerken in das neue Feuerwehrhaus umziehen.