Arzberg - Wenn vom Tod eines geflüchteten Menschen die Rede ist, denkt man zwangsläufig an das massen- und grauenhafte Sterben auf dem Weg durch die Sahara und über das Mittelmeer. Zu Tausenden finden Frauen, Männer und Kinder seit Jahren in der Wüste oder in der See zwischen Afrika und Europa den Tod. Doch geflüchtete Menschen sterben auch, wenn sie angekommen sind. Gestorben wird immer und überall. Auch in Flüchtlingsunterkünften. Auf eine Bestattung, die die religiösen Rituale anderer Religionen und Kulturen achtet, ist man allerdings nicht gut vorbereitet. Weder bei den zuständigen Behörden noch im Kreis der Flüchtlingshelferinnen und -helfer. Für Flüchtlinge und Asylbewerber sind die letzten Dinge nicht geregelt.
Bestattung ohne Angehörige Einsamer Tod im Asylbewerberheim
Christl Schemm 18.05.2021 - 17:48 Uhr