"Neun Minuten, die eure Großeltern oder Angehörigen schützen können. Also nehmt euch die Zeit." Das sind Worte am Anfang eines neuen Videos der oberfränkischen Polizei. Sehen Sie es hier.
Nach der Werbung weiterlesen
Ziel sei es, möglichst viele Menschen aufzuklären und zu sensibilisieren, heißt es vonseiten der Beamten in einer Pressemeldung. Der organisierte Callcenterbetrug zähle zu den häufigsten Betrugsformen.
Täter kontaktieren ihre Opfer telefonisch und geben sich meist als Polizeibeamte, Unternehmensmitarbeiter oder Behördenvertreter aus, um sensible Daten oder Geld zu erlangen. Besonders ältere Menschen werden massiv unter Druck gesetzt und verlieren durch die geschickten Täuschungen häufig ihr Erspartes.
Sei es der angebliche tödliche Verkehrsunfall oder der Einbruch in der Nachbarschaft – die Angerufenen werden emotional manipuliert und dazu gebracht, Wertgegenstände oder Bargeldbeträge zu übergeben.
Jährlich entstehen dadurch erhebliche Vermögensschäden. Allein in Oberfranken ergaunerten Betrüger im vergangenen Jahr mehr als 2 Millionen Euro.
Das Video zeigt die persönliche Geschichte einer Betroffenen, die Opfer eines solchen Betrugs wurde. Durch die Originaltöne der Betrüger wird die Situation authentisch dargestellt, um die perfide Masche der Täter deutlich zu machen und die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erhöhen.
Das Video richte sich an eine breite Zielgruppe – insbesondere an Senioren, aber auch an Jugendliche und Erwachsene – und soll möglichst viele Menschen erreichen, um weitere Betrugsfälle zu verhindern, heißt es weiter in der Pressemeldung.
„Neun Minuten, die euch, euren Großeltern und Eltern helfen können, sich vor Betrug zu schützen.“ Mit diesen Worten appelliert die Polizei Oberfranken an alle Altersgruppen, sich mit dem Thema Callcenterbetrug auseinanderzusetzen.
Die Polizei empfiehlt, bei Anrufen von unbekannten Nummern stets vorsichtig zu sein, keine persönlichen Daten preiszugeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde zu übergeben. Im Zweifelsfall sollte die Polizei kontaktiert werden.
Weitere Informationen und Präventionstipps gibt es auf den Webseiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.