Bezirksliga Oberfranken Ost Der Akku der Selbitzer ist leer

Norbert Drobny
  Foto: Schädlich/Frankenpost

Die Gäste aus der Fränkischen Schweiz verdienten sich beim 1:1 im Bezirksligaspiel den Punkt redlich gegen eine weitgehend ideen- und harmlos agierende Heimelf.

Die Gäste aus der Fränkischen Schweiz verdienten sich beim 1:1 im Bezirksligaspiel den Punkt redlich gegen eine weitgehend ideen- und harmlos agierende Heim-elf. Nach dem Derbysieg gegen Trogen war wohl auch der mentale Akku bei der Narr-Drechsel-Elf leer. Waischenfeld musste sich nicht mal groß anstrengen, um die zaghaften Selbitzer Versuche in Schach zu halten. Die Defensive um den überragenden J. Schatz hatte das Geschehen überwiegend im Griff. SVS-Trainer Florian Narr-Drechsel versuchte über 90 Minuten seine Mannschaft an der Seitenlinie aus ihrer Lethargie aufzuwecken und forderte mehr Tempo in den Aktionen, seine Versuche verpufften aber meist ungehört.

Der Minutenzeiger hatte noch keine vollständige Umdrehung zurückgelegt, da musste die Heimelf schon eine kalte Dusche hinnehmen. Meisel wurde auf der rechten Seite vollkommen alleine gelassen, lief unbedrängt auf Torhüter Schall zu und tunnelte diesen frech zur frühen Führung. Selbitz hatte zwar in der Folgezeit optisch mehr vom Spiel, tat sich aber immens schwer auch nur in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu kommen, bedingt durch ihr viel zu statisches Spiel.

Die erste gefährliche Aktion der Heimelf nach einer Viertelstunde leitete Wich über rechts ein. Seine flache Hereingabe rutsche Vuckov im Fünf-Meter-Raum aber über den Schlappen. Nun wurden die Aktionen der Selbitzer etwas zwingender. Vuckov setzte sich in der 22. Minute bis zur Grundlinie durch, passte zu Bargenda. Dessen Direktabnahme aber noch vor der Linie geblockt wurde. Nach einer halben Stunde hatte die Bavaria die Chance zum 0:2, als Braun am Fünf-Meterraum aber keinen Druck hinter den Ball bekam und an Schall scheiterte.

Im Gegenzug dann postwendend der Ausgleich. Pätz wurde auf die Reise geschickt und nagelte das Spielgerät aus halbrechter Position unter Bedrängnis sehenswert ins lange Eck. Bis zur Pause hatten noch Vuckov und J. Schatz Chancen, brachten den Ball nicht im Kasten unter.

Glück hatten die Selbitzer in der 57. Minute als zunächst das Aluminium rettete und im Nachschuss Schall hellwach war. Die Selbitzer Flügelzange, die in den letzten Spielen enorm effektiv war, konnte kaum Akzente setzen, kam kaum hinter die Gästeabwehr. Fünf Minuten vor Ende der Partie hätte Pätz noch das Match entscheiden können: Eine scharfe Kopfballflanke rutschte ihm aus fünf Metern freistehend über den Scheitel. Der Siegtreffer wäre nicht verdient gewesen. Bei Selbitz war Herrmann der auffälligste Spieler.

SpVgg Selbitz: Schall, A. Gezer (38. Schüler (74. B. Gezer)), Vuckov, Pätz, Werner, Lang, Herrmann (81. Drechsel), Bargenda, Wich (49. Kaschel), Engelhardt, Findeiß;

Bavaria Waischenfeld: B.Schatz, Beyer (23. Weichert), Meisel, J.Schatz, Reh, Schrenker, Meidenbauer, Braun (69. Schrüfer), Dinkel, Junk (46./Gold), Keller (78. Rost);

Schiedsrichter: A. Göller (TSV Hirschaid) hatte keinerlei Probleme.

Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 Meisel (1.), 1:1 Pätz (31.). N. D.

 

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