Bezirksliga Ost Selbitz meldet sich eindrucksvoll zurück

  Foto: Michael Ott

Die SpVgg liegt nach zwei Klatschen zuletzt in der Bezirksliga Ost
auch gegen Regnitzlosau hinten – ballert sich dann aber mit Traumtoren den Frust von der Seele. Waldstein gelingt beinahe die Sensation.

SpVgg Selbitz – SG Regnitzlosau 4:2 (2:1). – Schiedsrichter: Alexander Schultes (VfB Arzberg); Zuschauer: 60; Tore: 0:1 Tac (12.), 1:1 Hofmann (26.), 2:1 Werner (34.), 3:1 Mölter C. (57.), 4:1 Werner (77.), 4:2 Winterling, (89., Foulelfmeter). – Das Spiel begann gleich in der ersten Minute mit einer Riesenchance der Gäste: Nach einem Dribbling tauchte ein SG-Stürmer alleine vor Selbitz’ Torwart Heger auf, der mit den Händen zur Stelle war. In der 11. Minute sprang nach einem verunglückten Pass von Strootmann der Ball zurück in den Strafraum zu Tac. Der schob den Ball überlegt zur SG-Führung ins Tor. Nach knapp einer Viertelstunde hätte es nach einem sehenswerten Schuss von Winterling auch schon 0:2 stehen können. Die SpVgg war zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht im Spiel angekommen. Umso überraschender fiel der 1:1-Ausgleich durch Hofmann. Ihm sprang der Ball am Sechzehner vor die Füße und er zog einfach mal ab – das Leder schlug unhaltbar für Gästekeeper Lehmann unter der Latte ein. Selbitz war nun auf einmal die aktivere und bessere Mannschaft. In der 34. Minute bekam Werner den Ball 30 Meter vor dem Tor, er legte sich ihn noch vor und schoss den Ball unhaltbar ins rechte obere Eck. Von den Regnitzlosauer Verteidigern wurde er hier völlig allein gelassen. Bis zum Pausenpfiff hatten die Gastgeber noch einige gute Chancen das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

Auch die zweite Hälfte ging so weiter wie die erste aufgehört hatte. Die SpVgg spielte, die SG reagierte nur. In der 57. Minute sprang nach einer Ecke der Ball vor die Füße von Mölter, der den Ball aus 11 Metern unhaltbar für Lehmann ins rechte Toreck zum 3:1 schlenzte. Nach weiteren guten Chancen für die Heimelf eroberte der eingewechselte Heimakteur Gezer den Ball im Mittelfeld, spielte schnell über rechts zu Vuckov, der den Ball in Richtung des Elfmeterpunktes passte. Von hinten rutschte Werner, der beste Selbitzer an diesem Tag, zum Ball und versenkte ihn im Tornetz zu seinem zweiten Treffer. Erst zehn Minuten vor Ende der Partie hatten die Gäste ihren ersten Torschuss in der zweiten Halbzeit – er war aber leichte Beute für Heger. In der 89. Minute gelang der SG dennoch der Anschlusstreffer zum 4:2 durch einen Elfmeter.

FSV Bayreuth – SpVgg Oberkotzau 3:1 (1:1). – Schiedsrichter: Johannes Fröba (TSV Neukenroth); Zuschauer: 65; Tore: 0:1 Stacks (3.), 1:1 Heumann (11., Foulelfmeter), 2:1 Eigentor (50.), 3:1 Lunk (74.). – Die munteren Gäste erwischten den besseren Start und gingen nach feiner Einzelleistung von Stacks früh in Führung. Der FSV blieb davon aber unbeeindruckt und kam nach einen berechtigten Foulelfmeter durch Heumann schnell zum Ausgleich. Im Anschluss entwickelte sich ein hochklassigen Bezirksligaspiel zwischen zwei gut organisierten und technisch versierten Mannschaften.

Nach der Pause erhöhte die Heimmannschaft das Tempo und ging in der 50. Minute durch ein Eigentor in Führung. Oberkotzau ließ aber nicht locker und kam vereinzelt zu Möglichkeiten. Die Vorentscheidung fiel dann 15 Minuten vor dem Schluss. Der auffällige Torjäger Moritz Lunk erhöhte zum 3:1-Endstand. Die SpVgg musste nach zwei deutlichen Siegen in Folge also wieder einmal eine Niederlage einstecken.

FC Trogen – SpVgg Selb 13 2:4 (1:1). – Schiedsrichter: Mirko Morgener (Blaicher SC Kulmbach); Zuschauer: 80; Tore: 0:1 Fischer (29.), 1:1 Fischer (34.), 2:1 Wülfert (59.), 2:2 Fischer (62.), 2:3 Fischer (67.), 2:4 Rimböck L. (69.). – FC Trogen hat sich in seinem Heimspiel gegen die SpVgg Selb 13 am Ende selbst geschlagen. Die Hausherren waren von Beginn an die bessere, aktivere Mannschaft. In der Anfangsphase schnürten die Kicker vom Bühl die Gäste förmlich in deren Hälfte fest. Doch der erste Angriff der Dreizehner war sehenswert und Fischer traf aus dem Nichts zur Führung. Auf der Gegenseite besorgte Fischer mit einem herrlichen Schlenzer aus der Distanz den Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel wollte der FCT das Spiel drehen, was Wülfert nach einer Ecke auch gelang. Was jedoch danach passierte, spielte Selb in die Karten. Erst patzte Rupprecht, dann Mallik. Beide Male schob die SpVgg ins leere Tor ein. Rimböck sorgte für die Entscheidung zu Gunsten der effektiveren Mannschaft. Der FCT hätte dieses Spiel auf keinen Fall verlieren müssen.

FC Waldstein – SpVgg Bayreuth II 2:2 (1:1). – Schiedsrichter: Jonas Kux (SC Germania Stöppach-Haarth); Zuschauer: 40; Tore: 0:1 Farkasovsky (11.), 1:1 Schrepfer (36.), 2:1 Vogel (47.), 2:2 Farkasovsky (90.); Gelb-Rote Karte: Vogel (SpVgg/74., Foulspiel). – Vor rekordverdächtiger Minuskulisse schnupperten die Granitler lange an der großen Überraschung. Bei besserer Chancenverwertung hätte die Partie gegen die Bayreuther U21 auch beizeiten vorentschieden sein können, aber die Gäste aus der Wagnerstadt kamen in der Nachspielzeit zum verdienten Ausgleich. Noch in der Anfangsviertelstunde führte ein schlecht ausgeführter Freistoß der Heimelf zu einem unnötigen Eckball, in dessen Folge Farkasovsky aus 18 Metern flach einnetzen konnte. Doch die Waldsteiner hätten umgehend zum Ausgleich kommen müssen: Vogel brachte jedoch zu wenig Druck hinter den Ball und Brandhorsts Kopfballaufsetzer ging ebenso drüber wie Ullmanns Schuss aus kurzer Distanz. Zwar kamen auch die Gäste zu einigen Torabschlüssen, aber die besseren Chancen hatten die Gastgeber. Als nach einem schlampigen Pass in der Bayreuther Defensive Schrepfer Kraus einsetzte, hatten die Granitler den Torschrei bereits auf den Lippen. Kraus legte den Ball an Gästetorhüter Dressel vorbei und hätte nur noch einschieben müssen. Der Schlussmann zog ohne Chance auf den Ball die Notbremse, kam aber mit der Gelben Karte davon. Beim fälligen Strafstoß scheiterte der Gefoulte am Verursacher.

Wenig später spielte Kraus allerdings einen entscheidenden Pass in die Tiefe, Schrepfer lief mutterseelenallein aufs Tor zu und konnte Dressel zum Ausgleich tunneln. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff markierte Vogel den Führungstreffer für die Granitler, als er eine Hereingabe von Kraus im zweiten Versuch über die Linie bugsierte. Waldstein spielte die sich in der Folge bietenden Kontermöglichkeiten allerdings selten gut aus, Vogels herrliche Direktabnahme parierte Dressel stark. Auf der Gegenseite vergab Menzel in aussichtsreicher Position und auch der eingewechselte FCW-Torhüter Seiler konnte sich zwei, drei Mal auszeichnen. Auch nach der Ampelkarte gegen Vogel kämpften die Waldsteiner leidenschaftlich um jeden Meter und schienen auch endlich einmal das Spielglück auf ihrer Seite zu haben, als Nickels Fernschuss drei Minuten vor dem Ende vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Doch in der Nachspielzeit landete ein langer Ball, per Kopf verlängert, bei Farkasovsky, der erneut flach einschießen konnte.

FC Creußen – FC Rehau 1:6 (1:1). – Schiedsrichter: Sebastian Küffner (FC Nagel); Zuschauer: 75; Tore: 1:0 Fricker (7.), 1:1 Aydinli E. (22.), 1:2 Arslantürk (70.), 1:3 Zahirovic (73.), 1:4 Aydinli E. (78.), 1:5 Amri (82.), 1:6 Aydinli E. (87.). – Die Gastgeber begannen engagiert und kamen nach einem Eckball auch früh zur verdienten Führung. In der Folge ließ man die Rehauer allerdings besser ins Spiel kommen, die nach ihrem Ausgleich den Rest der ersten Halbzeit bestimmten. Nach der Pause zeigten die Creußener zunächst ein anderes Gesicht und wurden nur durch das Aluminium an der erneuten Führung gehindert. Als Rehau nach einem Konter das 1:2 erzielte, zerfiel die Heimelf gänzlich. Innerhalb von weniger als 20 Minuten legte die Micklisch-Truppe vier weitere Treffer nach und distanzierte sich durch Sieg vom Gegner auch tabellarisch.

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