Bezirksligist Regnitzlosau siegt 5:2 Neulinge laden zum Tag der offenen Tür

Im Aufsteigerduell in der Bezirksliga fallen sieben Treffer – nach größtenteils haarsträubenden Fehlern. Am Ende siegt Regnitzlosau 5:2 gegen Lorenzreuth – und versöhnt wenigstens einen Trainer.

Regnitzlosau - Die SG Regnitzlosau hat das Aufsteigerduell in der Fußball-Bezirksliga Ost mit 5:2 (3:2) gegen den FC Lorenzreuth gewonnen – und ist auf Rang vier geklettert. Die Gäste rutschten hingegen auf Rang 13 ab – und ärgerten sich nach Ende gewaltig. Wie bei einem Tag der offenen Tür luden beide, aber insbesondere die Lorenzreuther, den Gegner zum Toreschießen ein. Ganz zum Ärger der beiden Trainer. „Mir fehlen einfach die Worte, wir haben überhaupt nicht das gespielt, was wir können“, sagte ein sichtlich konsternierter FCL-Trainer Roland Fux. Vor allem eines wurmte ihn: „Wir hatten in der Abwehr Riesenprobleme, das war furchtbar. Da hätten wir viel cleverer sein müssen.“

Doch auch sein Gegenüber Stefan Stadelmann war trotz des bereits dritten Saisonsieges überhaupt nicht begeistert. „Beide hatten defensive Probleme in jeder Phase des Spiels. Auch von uns gab es zwei Geschenke. Wenigstens haben wir es in der zweiten Halbzeit gut nach vorne gemacht – und letztendlich auch verdient gewonnen“, sagte ein nachdenklicher Stadelmann – und verschwand inmitten seiner feiernden Spielern.

Geschenke über Geschenke

Bereits die frühe Führung der Gastgeber war ein Geschenk. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld war die Lorenzreuther Abwehr völlig unsortiert – und Köppel hatte keine Mühe (12.). Doch nun waren die Regnitzlosauer an der Reihe – und halfen tatkräftig mit, dass die Fichtelgebirger 2:1 in Führung gingen. Erst herrschte nach einem Fehlpass Chaos in der SGR-Abwehr, und Bareuther ließ sich nicht zweimal bitten (17.). Und nach einem Fehler des Regnitzlosauer Torhüters war Lichtblau eine Viertelstunde später hellwach und schoss die Gäste in Front (30.). Irgendwie war das und dazu noch eine Gelbe Karte für den SGR-Trainer aber ein Wachmacher für die Gastgeber. Der starke Tac zog einfach mal von der rechten Strafraumkante ab – und der Ball schlug unhaltbar im Lorenzreuther Kasten ein (36.). Das war aber noch nicht alles in Hälfte eins: Nach einem erneuten Abwehrfehler der Gäste stand Fröhlich erneut frei vor dem Torwart – und ließ sich diese Chance nicht nehmen (42.).

Schraml angeschlagen raus

Lorenzreuth spielte in einem Aufsteigerduell auf Augenhöhe auch in der zweiten Halbzeit mit – und hatte die Möglichkeit zum 3:3. Doch Fiebiger stand diesmal gut – und parierte die dicke Möglichkeit des gerade eingewechselten Özdemir. Der war für Schraml gekommen, der schon beim Aufwärmen Probleme hatte, aber fast eine Stunde durchhielt.

Kurz darauf fiel jedoch die Vorentscheidung für die Regnitzlosauer – wieder nach einem Stellungsfehler in der FCL-Hintermannschaft. Binder sagte Danke, umkurvte den Torwart und schob lässig zum 4:2 ein (62.). Danach kontrollierten die Gastgeber die Partie, auch wenn sich Lorenzreuth nicht aufgab und alles versuchte. Zehn Minuten vor Schluss donnerte Winterling (SGR) den Ball an die Latte, kurz darauf machte Tac mit seinem zweiten Tor gegen nun offen stehende Gäste alles klar (87.).

An der Abwehr arbeiten

Bereits am Sonntag geht es für beide weiter: Regnitzlosau muss zum Nachbarduell nach Oberkotzau und Lorenzreuth zum spielstarken Tabellendritten Selbitz. Und Stefan Stadel mann sprach einen Wunsch aus, den sein Trainerkollege Roland Fux sicher unterschreiben dürfte: „Wir müssen an unserer Abwehr arbeiten, sonst haben wir immer so ein Wechselbad der Gefühle wie heute.“

SG Regnitzlosau: Fiebiger – J. Stadelmann, Herpich (61. M. Schaller), Köppel (77. Achatz), Tac, Binder, Fröhlich (86. Pullner), Sammer (86. Matussek), Krannich, Winterling, Gutmann.

FC Lorenzreuth: König – Koller, Beblik (57. Dressel), Schneider (73. Fräßdorf), Bareuther, Selhorst, Walek, Lichtblau, Weber, Schraml (57. Özdemir), Fux.

Schiedsrichter: Schneider (Küps). – Zuschauer: 100. – Tore: 12. Min. Köppel 1:0, 17. Min. Bareuther 1:1, 30. Min. Lichtblau 1:2, 36. Min. Tac 2:2, 42. Min. Fröhlich 3:2, 62. Min. Binder 4:2, 87. Min. Tac 5:2.

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