Henrik Schödel hat das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der SpVgg Bayreuth fast sechs Jahre lang geprägt. Unter seiner Leitung wechselten 33 Talente in Bundesliga-NLZs, die U 17 spielt nach wie vor in der höchsten Liga, und internationale Turniere gegen Teams wie Manchester City oder Tottenham wurden möglich. Doch die Doppelbelastung zwischen Bayreuth und Hof, wo er den Bayernligisten Bayern Hof trainiert, brachte ihn an die Grenzen. Nun zieht der 57-Jährige einen Schlussstrich auf der Jakobshöhe. Neben den sportlichen Erfolgen bleibt für Schödel ein Wermutstropfen: Die dringend notwendige Verbesserung der Infrastruktur auf der Jakobshöhe ist bis heute nicht umgesetzt. Ein neues Sportheim und ein eigener Kunstrasenplatz waren große Ziele seiner Amtszeit – doch trotz jahrelanger Bemühungen herrscht Stillstand. „Die Trainingsbedingungen sind nach wie vor katastrophal“, sagt Schödel. Warum das Projekt nicht vorankam und warum er trotzdem stolz auf seine Bilanz ist, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion.