Bogenschießen Krippendorf muss Antalya abhaken

Tim Krippendorf Foto:  

Tim Krippendorf fliegt am Samstag zu seinem nächsten Weltcup nach Südkorea – und muss den jüngsten Wettbewerb abhaken.

„In einem Wort: Beschissen“, sagt Tim Krippendorf über sein Abschneiden beim Weltcup in Antalya. Der Oberkotzauer Bogenschütze, der in der Weltrangliste auf Platz 23 liegt, will über das Turnier Ende April nur ungern reden – der 78. Rang ist wahrlich nicht optimal. An den Ort hatte er vorher allerdings gute Erinnerungen: Im Jahr 2021 brachte er aus Antalya, damals seine erste Europameisterschaft, eine Bronze-Medaille im Mixed-Team und den vierten Rang im Einzel mit.

„Vielleicht habe ich mir deshalb zu viel erhofft und selbst zu viel Druck gemacht“, sagt der 24-jährige Student. Besonders in der zweiten Hälfte sei dieses Mal die Luft raus gewesen.

An diesem Samstag geht es für den Compound-Schützen zum nächsten Weltcup nach Gwangju in Südkorea. Er fliegt am 14. Mai und schießt am kommenden Mittwoch. „Besser wie in Antalya sollt’s laufen – aber ich glaube, das wird nicht allzu schwer “, sagt er ironisch. Zumindest die ersten Finalrunden würde er gerne „überleben“. Außerdem ist er mit dem deutschen Team am Start. Da nimmt er das gute Abschneiden der Frauen in Antalya zum Vorbild: Die Recurve-Damen haben in der Türkei Gold gewonnen.

Vor dem Start in Südkorea geht es für Krippendorf erst in Quarantäne und zum PCR-Test. „Am 15. oder 16. Mai ist dann das erste Training.“ An den Platz und an das Klima gewöhnen stehe dann an, und die letzten Feineinstellungen am Bogen vornehmen. Auf der Anlage war er noch nie. „Ich mach das ganz entspannt.“ Im Gepäck hat er zwei Bögen – die er im Training in Oberkotzau die vergangenen Tage noch eingestellt hat: „Damit beide gleich gut funktionieren.“ Sein nächstes Turnier wird in den USA sein: Die World Games starten Anfang Juli in Alabama. schraa

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