Booster-Impfung Brief an die über 60-Jährigen

März 2021: Die Bundeswehr hilft im Hofer Impfzentrum und unterstützt damals bei der Organisation der Impftermine für die Menschen über 60 Jahren. Foto: /Uwe von Dorn

Das Coronavirus kann vor allem ältere Menschen hart treffen. Stadt und Landkreis Hof wenden sich nun mit einem Schreiben an die besonders gefährdete Gruppe und werben für die Boosterimpfung.

Hof - Die Sonderimpfaktionen in Stadt und Landkreis Hof boomen, die Hausärzte vergeben Termine im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit, das Impfzentrum in Helmbrechts hat seine Kapazitäten wieder ausgebaut: Die Impfungen in Stadt und Landkreis Hof nehmen wieder deutlich an Fahrt auf. Mittlerweile haben sich fast 20 Prozent der Einwohner die dritte Spritze geben lassen, teilen Landrat Oliver Bär und Oberbürgermeisterin Eva Döhla in einer gemeinsamen Erklärung mit. Wie viele Personen davon über 60 Jahre alt waren, lässt sich aufgrund der verschiedenen Impforte nicht beziffern.

Um auch diejenigen zu erreichen, die das Impfangebot bisher noch nicht in Anspruch genommen haben und die laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) insbesondere eine Auffrischung erhalten sollten, haben Stadt und Landkreis Hof alle Bürger, die 60 Jahre oder älter sind nun persönlich angeschrieben und über die Möglichkeiten zur Drittimpfung sowie der generellen Impfung informiert. Darüber hinaus enthält der Brief viele Informationen zum Thema Auffrischimpfung vom ärztlichen Leiter des Impfzentrums Hofer Land, Johann Schötz.

Präzise und verständlich schildert Schötz, warum eine Auffrischimpfung nun wichtig sei. Eine Studie aus Israel zeige, dass bei über 60–jährigen Menschen eine Auffrischimpfung sechs Monate nach der zweiten Impfdosis das Risiko einer schweren Erkrankung erheblich reduziere im Vergleich zu doppelt Geimpften. Gerade bei älteren Menschen sei der Schutz vor der Erkrankung nach einer Impfung aufgrund des nicht mehr so reaktionsfähigen Immunsystems nicht so ausgeprägt und anhaltend wie bei jungen Menschen. Grundsätzlich, sagt Schötz, sollte die Auffrischimpfung frühestens nach fünf Monaten erfolgen. Bei Patienten mit einer schweren Immunschwäche müsse im Einzelfall entschieden werden, ob der Abstand verringert wird. Schötz empfiehlt die Auffrischimpfung mit einem mRNA–Impfstoff. Sowohl Biontech als auch Moderna seien dafür geeignet.

Eine Frage, die häufig auftaucht: Können Impfungen gegen Covid-19 und gegen Influenza zeitgleich verabreicht werden?

„Ja“, sagt Schötz.

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