Pferdeäpfel weisen auf dem steilen Anstieg hoch über der westbosnischen Provinzstadt Livno den Weg. Meckernd zieht eine Ziegenherde über den steinigen Hang, während Josip Franjicevic seinen zum Ausflugsgefährt umfunktionierten Militärtransporter im ersten Gang die Flanken des 2006 Meter hohen Cincar-Berges hinauftuckern lässt. Schnaufend passiert das Geländefahrzeug mit acht Tagesausflüglern an Bord die Baumgrenze und die letzten bewirtschafteten Bergbauernhöfe. Hell gleißt auf der Hochebene die Sonne auf dem weißen Karstgestein, während der Tier- und Touristenführer des Reisebüros „Continental Adventure“ auf die dunklen Umrisse auf den Hängen und Rücken der umliegenden Hügel weist: „Die Pferde haben gerne eine freie Sicht, damit sie die Wölfe schon von weitem sehen können.“