Ein Brandbrief zum Botanischen Garten hat für Wirbel und Irritationen in der Verwaltung und im Stadtrat gesorgt. Albert Rambacher, Fraktionschef von FAB und Freie, machte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ein Schreiben von Gartengestalter Christoph Ruby an die Fraktionen öffentlich. Darin beklage Ruby, dass zu wenig Personal für die Pflege des Botanischen Gartens im Bürgerpark Theresienstein zur Verfügung stehe. Der Gärtner fühle sich „allein mit eineinviertel Stellen“. Rambacher fragte Bauhofleiterin Kornelia Künzel, ob sie mit der Personalsituation zufrieden sei. Sie wies die Kritik zurück: „Ruby wurde durch den Garten- und Landschaftsbau stark unterstützt – mehr als es je der Fall war.“ Das Problem liege „an anderer Stelle“, darüber könne sie in öffentlicher Sitzung nichts sagen. Kämmerer Peter Fischer verwies auf das Konsolidierungskonzept der Stadt. Demnach sei der jährliche Zuschuss für den Botanischen Garten auf 145 000 Euro beschränkt. Würde man über diesen Betrag hinausgehen, wäre die Stabilisierungshilfe in Gefahr, warnte Fischer. Karola Böhm (SPD) ergänzte, ihre Fraktion habe sich für zusätzliche Arbeitskräfte im Botanischen Garten eingesetzt, „ohne dass wir das in die Öffentlichkeit gebracht haben“. So bestehe die Möglichkeit, dass Gerichte gemeinnützige Arbeit als Auflage für Straftäter festlegen.