Brand in Schönbrunn Wehren verhindern Schlimmeres

Hitze und Rauchentwicklung waren beim Brand des Einfamilienhauses in Schönbrunn enorm. Foto: /pr.

Am Freitagabend brennt es in einem Einfamilienwohnhaus in Schönbrunn. Die Bewohner können sich selbst retten. Drei Wehren haben das Feuer binnen kürzester Zeit unter Kontrolle.

Rauchmelder retten im Ernstfall Menschenleben. Das hat ein Brand in einem Einfamilienhaus in der Bayreuther Straße in Schönbrunn am Freitagabend eindrucksvoll gezeigt. Zwar entstand dabei Sachschaden – nach ersten Schätzungen – in Höhe von 70 000 Euro, die beiden Bewohner – ein Ehepaar – konnten sich jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Feuerwehren aus Schönbrunn, Tröstau und Wunsiedel verhinderten durch ihr schnelles und beherztes Eingreifen noch Schlimmeres.

Vom Rauchmelder gewarnt

Am Freitagabend kurz vor 21 Uhr hörten laut Polizeibericht die Bewohner den aktivierten Rauchmelder im Erdgeschoss des Wohnhauses, und kurz darauf bemerkten sie auch den Brand. Das Ehepaar, beide 49 Jahre alt, flüchtete daraufhin aus dem Gebäude und setzte den Notruf ab. Als die ersten Einsatzkräfte von den umliegenden Feuerwehren eintrafen, brannte es bereits lichterloh im Erdgeschoss des Hauses. Den Feuerwehrleuten gelang es, die Flammen rasch unter Kontrolle zu bringen. Durch das Feuer und die enorme Rußentwicklung wurde dennoch das komplette Haus stark in Mitleidenschaft gezogen. Es ist derzeit nicht bewohnbar.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf etwa 70 000 Euro. Der Kriminaldauerdienst aus Hof hat die Ermittlungen zur derzeit noch unklaren Ursache des Brandes aufgenommen.

Unter Atemschutz

Noch hörbar vom Geschehen und der Gewalt des Feuers beeindruckt war der Kommandant der Schönbrunner Feuerwehr, Benjamin Müller, den unsere Zeitung am Sonntagvormittag erreichte. „Um 20.58 Uhr war die Alarmierung“, erinnert sich Müller. Das Kuriose dabei: Der Kommandant und einige seiner Kollegen mussten auf dem Weg ins Gerätehaus bereits am Brandort vorbeifahren. Entsprechend war die Schönbrunner Wehr zuerst vor Ort, kurz danach kamen die Brandbekämpfer aus Wunsiedel und Tröstau sowie Einsatzkräfte von BRK und Polizei.

Der Einsatz in Schönbrunn habe zwar insgesamt lange gedauert, das Feuer sei aber sehr schnell unter Kontrolle gebracht worden, betont Benjamin Müller. Mit dem raschen Löscheinsatz verhinderten die Brandbekämpfer ein Übergreifen der Flammen vom Erdgeschoss auf den ersten Stock des Wohnhauses und den Dachstuhl. „Der ganze Einsatz lief unter Atemschutz, anders wäre es nicht mehr möglich gewesen“, erklärt Müller. Denn: „Die Hitze und die Rauchentwicklung waren massiv.“ Erleichtert zeigte sich Müller vor allem, dass es an diesem eiskalten Freitagabend keine Verletzten gegeben hat. Weder bei den Geschädigten, die zunächst der Rettungsdienst versorgte, noch bei den Einsatzkräften.

80 Einsatzkräfte

Gegen 8.30 Uhr am Samstag war der Einsatz dann offiziell beendet. In der Nacht waren die Brandbekämpfer noch zweimal zum Einsatzort zurückgekehrt, um mit Wärmebildkameras eventuelle Glutnester aufzuspüren. „Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte beteiligt“, resümiert Kommandant Müller. Darunter seien auch Beteiligte der Stromversorgung der SWW sowie Bauhofmitarbeiter aus Wunsiedel gewesen. Letztere sorgten durch Streusalz dafür, dass das Löschwasser auf der Straße nicht gefror.

Für die Feuerwehrleute aus Tröstau war dies übrigens schon der zweite Einsatz am Freitagabend, an dem die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt gesunken waren. Bereits um 17.38 Uhr hatten sie zu einem Unfall am Ortsausgang von Leupoldsdorf ausrücken müssen. Keine vier Stunden später waren sie dann mit Atemschutztrupps in Schönbrunn. Und dieser Brand hinterließ auch bei den Tröstauern laut ihrer Homepage einen bleibenden Eindruck: „Wir bedanken uns bei den Nachbarn an der Einsatzstelle die uns bei frostigen Temperaturen eine Garage im Kellergeschoss als Bereitstellungsplatz zur Verfügung gestellt haben. Heiße Getränke waren ebenfalls sofort verfügbar.“

Autor

 

Bilder