Brander informieren sich Eindrücke von einem Kolumbarium

Alfons Prechtl
Die Mitglieder des Friedhoffördervereins Brand informierten sich in Waldsassen über das Kolumbarium. Foto:  

Der Friedhofsförderverein Brand besichtigt eine eindrucksvolle Urnenkammer in Waldsassen. Die Mitglieder wollen die Seckendorfkapelle sinnvoll nutzen.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Der Brander Friedhofsförderverein will die Seckendorffkapelle, die sich im Friedhof befindet, sinnvoll nutzen. Vor Kurzem gab der Vorstand die Restaurierung der Bilder, die sich in der Kapelle befinden, in Auftrag. Eine Exkursion nach Waldsassen hatte zum Ziel, Eindrücke von dem hier neu eröffneten Kolumbarium zu gewinnen. Diese Art der Urnenbestattung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Name ist abgeleitet vom lateinischen columbarium, was soviel wie Taubenschlag bedeutet.

Architektonisches Schmuckstück

Stadtbaumeister Hubert Siller, Architekt Markus Braun und der freischaffende Künstler Wolfgang Horn empfingen die Gäste des Fördervereins und einige Mitglieder der Stadtverwaltung Marktredwitz. Das Bauwerk ist in einem alten Schuppen entstanden, in dem früher der Leichenwagen untergebracht war. Heute sieht man am Südeingang des Friedhofes ein Schmuckstück, das architektonisch und künstlerisch höchsten Ansprüchen genügt. In 130 Plätzen können die Urnen aufbewahrt werden. Eichenholzkammern mit Metallabdeckungen, die hinterleuchtet werden, erzeugen eine besinnliche Atmosphäre. Schmuck ist nicht zugelassen, auch eine einheitliche Beschriftung ist festgelegt. Tagsüber ist das Kolumbarium immer geöffnet, und ein lichter Vorbau lädt ein, einzutreten.

Würdiger Gedenkort

Die Vorstandsmitglieder Roland Blumenthaler, Alfons Prechtl, Wieland Schletz und Gerhard Plaß zeigten sich von der Aufbewahrungsstätte sehr angetan. Nicht nur die Möglichkeit, die Erinnerung an die Toten aufrecht zu erhalten, sondern vor allem die Gestaltung fand Gefallen. Roland Blumenthaler sagte: „Das Kolumbarium ermöglicht es Hinterbliebenen, in würdiger Weise ihrer Verstorbenen zu gedenken, auch wenn sie nicht am Ort wohnen.“

Bilder