Sie seien gerade im Auto unterwegs zu einer Tagung des Brauer-Verbands gewesen, als sie die Nachricht gehört hätten, sagen Gisela und Monika Meinel: „Die Kollegen im Büro haben angerufen und gesagt, die Scherdel schließe – und natürlich waren wir erstmal geschockt.“ Doch so ganz überrascht seien sie auch nicht gewesen: Es habe einige Vorzeichen gegeben, und auch das Muster beim üblichen Vorgehen großer Brauerei-Konzerne sei doch bekannt, sagen die Brauerinnen – das habe man über die Jahrzehnte anhand genügend anderer Beispiele beobachten können. So werden die Meinel-Schwestern, als Geschäftsführerinnen der bald letzten verbleibenden Hofer Brauerei, seit zwei Wochen mit vielen Fragen konfrontiert.