Für „Poppea“, seine erste Inszenierung im Haus als Intendant und damit die Visitenkarte zum Einstand, hat der neue Intendant Lothar Krause 3000 Euro für Kostüme ausgegeben. „Und das Bühnenbild lag bei 6000 Euro.“ Als er vor zehn Jahren in Darmstadt Ähnliches inszeniert habe, lag sein Ausstattungsbudget beim Dreifachen. „Es stimmt schon: Als ich nach Hof kam und den Finanzrahmen für Ausstattung sah, dachte ich, da fehlt eine 1 vorn an der Zahl.“ So sei es ein geflügelter Witz in der Hofer Technik, dass ihr Gesamtbudget bei einer Aufführung in München nicht mal für eine erste Bauprobe reichen würde. Aber Jammern hilft nicht – wusste man ja, als man den Job in Hof angetreten hat. Zumindest in Teilen: Denn vom neuen strengen Spar-Diktat in Hof habe er erst erfahren, lange nachdem er seinen Vertrag als Intendant verhandelt hatte, sagt Lothar Krause. Was er nun, zusammen mit seinem kaufmännischen Leiter Florian Lühnsdorf und vielen anderen Beteiligten, „on the fly“ noch mit zu bedenken habe – da steht gerade vieles auf dem Prüfstand.
Budget-Verhandlungen Theater Hof unter Sparzwang
Christoph Plass 01.10.2024 - 20:00 Uhr