502 Euro Bürgergeld könnte es im nächsten Jahr anstelle von Hartz IV und Co. geben – das sind knapp 40 Euro mehr als der aktuelle Regelsatz. Für wen es das gibt, was sich in Sachen Ermittlung, Nachweispflicht oder Sanktionsmöglichkeiten ändert: Weiß noch keiner der Beteiligten. „Zunächst einmal wird es viel Unsicherheit geben“, betont denn auch Jürgen Schöberlein von der Diakonie Hochfranken. Die Menschen werden fragen, die Behörden werden fragen, die freien Träger werden fragen: „Das war schon 2005 bei der Einführung von Hartz IV so, und das wird auch diesmal wieder funktionieren.“ Was schon feststehe: „Die Sanktionen und Verpflichtungen für die Empfänger werden wohl milder ausfallen.“ Daran entzündet sich bekanntlich Kritik im Land: Unter anderem die Wirtschaftsverbände haben bereits gewarnt, dass damit die Anreize, zu arbeiten, weiter abnehmen.