Stadtrat Mehr Gewerbe in Naila

  Foto: Manfred Köhler/Manfred Köhler

Die Gesamtzahl der angemeldeten Gewerbe ist von von 655 auf 664 gestiegen

Naila - Trotz Corona hat die Zahl der angemeldeten Gewerbe in Naila im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Wie Bürgermeister Frank Stumpf in seiner Jahresabschlussrede während der letzten Stadtratssitzung des Jahres sagte, wurden im Jahresverlauf 32 Gewerbe ab-, aber 41 Gewerbe neu angemeldet. Damit sei die Gesamtzahl innerhalb eines Jahres von 655 auf 664 gestiegen. Eine Aufwärtsentwicklung gebe es auch bei der Zahl der Kfz-Zulassungen auf „NAI“, und zwar von 3254 im Jahr 2017 über 4002 im letzten Jahr auf aktuell 4475.

Frank Stumpf ging auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ein. Wichtige Termine wie die Bürgerversammlung, aber gerade auch populäre Veranstaltungen wie das Wiesenfest oder der Rupperichmarkt mussten entfallen. Trotz allem habe es auch gute Nachrichten gegeben. So habe Naila zum sechsten Mal eine Stabilisierungshilfe erhalten, diesmal in Höhe von 950 000 Euro. Die Einkommensteuerbeteiligung sei um rund 50 000 Euro auf 3,8 Millionen Euro gestiegen, während die Umsatzsteuerbeteiligung um rund 65 000 Euro gesunken sei. An Schlüsselzuweisungen erhalte die Stadt rund 420 000 Euro mehr als im Vorjahr. Wegen der rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rund einer Million Euro rechne man mit nur 1,7 Millionen Euro an Einnahmen – zuzüglich der Ersatzleistung durch den Staat als Ausgleich in der Corona-Pandemie.

Schulden sinken

Eine der größten Ausgabepositionen im laufenden Jahr sei die Kreisumlage mit derzeit rund 3,4 Millionen Euro. Erfreulich sei, dass die Stadt den Kapitaldienst für die Verbindlichkeiten weiter nach unten habe korrigieren können, sodass sie im laufenden Jahr nur noch rund 676 000 Euro aufbringen müsse, um die Schulden zu tilgen. Mit rund 5,4 Millionen Euro habe Naila den niedrigsten Schuldenstand seit 2001.

Im Jahr 2020 habe man viele Investitionsmaßnahmen angefangen oder beendet. Der Bürgermeister nannte unter anderem die Sanierung der Grundschule, den Neubau der Turnhalle an der Grundschule und den Breitbandausbau. Das Haushaltsvolumen im Vermögenshaushalt steige auf 8,45 Millionen Euro, das sei die zweitgrößte Investitionssumme in den vergangenen Jahren. Zu verdanken sei das der Vielfalt an Förderprogrammen, zum Beispiel für das ehemalige WEKA-Kaufhaus, das für eine Investitionssumme von rund 5,7 Millionen Euro zum Bürger- und Familienzentrum umgebaut werden soll.

Als wichtige Baumaßnahmen des Jahres 2020 nannte der Bürgermeister unter anderem die Skateplaza, die Friedhöfe Naila und Marxgrün, den Kindergarten Marlesreuth, das Baugebiet „Nördlich Stebener Weg“, das Wasserwerk, der Hochbehälter Linden und die Mittelschule. Geplant seien die Dachsanierung Mittelschule, Sanierungsmaßnahmen am Freibad sowie Straßen-, Kanal- und Wasserleitungserneuerungen. Auch auf die Verlegung der Kreuzung Frankenwaldstraße/B 173 durch das Staatliche Bauamt Bayreuth und die Fertigstellung des Radweg-Lückenschlusses an der Kaufland-Kreuzung ging der Bürgermeister ein. „Am Stebener Weg wird das Baugebiet erweitert“, teilte Stumpf mit. Die ersten Bauplätze seien bereits verkauft oder reserviert. Für den Bereich Lindenpark würden die Planungen für das generationenübergreifende Wohndorf 21 hoffentlich bald abgeschlossen.

Erfreulicherweise habe Naila in den letzten Tagen des Jahres eine weitere Gewerbefläche an die Deutsche Post verkaufen können, berichtete Frank Stumpf. Im Gewerbepark Carl Seyffert werde ein Zustellstützpunkt für den Bereich Frankenwald errichtet. „Hier entstehen rund 40 neue Arbeitsplätze mit einem Investitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro“, kündigte der Bürgermeister an.

 
 

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