Bürgerversammlung Naila hat viel vor

Sandra Hüttner
Das ehemalige Kaufhaus Weka Foto: /Hüttner

Eines der wichtigsten Projekte ist die Weka-Sanierung: Bürgermeister Stumpf versichert, dass die Stadt daran festhält. Zur „Kauflandkreuzung“ liegen demnächst die Pläne aus.

Zur Bürgerversammlung für das Stadtgebiet Naila im VHS-Saal fanden sich 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, darunter einige Stadträte und städtische Mitarbeiter. Anträge lagen nicht vor. Bürgermeister Frank Stumpf gab einen umfassenden Einblick über vergangene, laufende und anstehende Projekte.

Grundschule Beim Großprojekt Generalsanierung der Grundschule Naila und offene Ganztagsschule ist für Sommer 2023 die Fertigstellung des Untergeschosses und der Außenanlagen geplant, dann kann die offiziell „Inbetriebnahme“ stattfinden. Stumpf berichtete zudem über viele Straßen- und Kanalbauprojekte, die jüngst über die Bühne gingen.

Energiesparen Auch das Thema Energiesparen beschäftigt die Stadt Naila: Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik (1319 Leuchten) ist mit Baukosten von 515 000 Euro bei einem Eigenanteil von 334 750 Euro über die Bühne gegangen. „So können bis zu 78 Prozent an Stromkosten gespart werden“, informierte Stumpf. „Welche Energiekosten uns trotz aller Einsparungen erwarten, das ist uns ebenso wenig bekannt wie den Privathaushalten.“

Baugebiet Ein Thema war die Erschließung des Baugebiets „Nördlich Stebener Weg“, Bauabschnitt zwei, mit Gesamtkosten von rund 900 000 Euro. Hier entstehen 45 Bauplätze, von denen elf bereits verkauft und 25 reserviert sind. Sechs sind noch frei und drei nicht verkäuflich.

Weka Geplant sind Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Kaufhauses in Naila für öffentliche Zwecke samt Integration von Bürgersaal, interkommunalem Standesamt, einer Dauerausstellung und Archiv. „An diesem Projekt wird festgehalten“, versicherte Stumpf und erinnerte an den Kauf mit 90 Prozent Förderung. Die Regierung bewerte es als „innenstadtrelevantes Leuchtturmprojekt“. Die Architektenwechsel hätten immer wieder Gespräche erfordert. Zuständig sind jetzt die Architekturbüros Jürgen Hoffmann aus Bad Steben und „Die Halle“ aus Hof. Der Bauantrag ist beim Landratsamt eingereicht. Die Kosten werden aktuell auf über neun Millionen Euro geschätzt. „Aber wir haben das Signal, dass auch die Mehrkosten gefördert werden und die 90-Prozent-Förderung bestehen bleibt“, informiert Stumpf und verwies auf die mögliche „Notbremse“ per Stadtratsbeschluss, sollten die Kosten ausufern. Die Ausschreibung folgt nach Vorliegen der Baugenehmigung, rund 25 Gewerke würden benötigt, erklärte Stadtbaumeister Jörg Hohenberger. Stumpf betonte, dass mit diesem Leuchtturmprojekt ein innerstädtischer Missstand beseitigt werde, an dem „alle Maßnahmenträger“ interessiert seien.

Marlesreuth Ein weiteres Projekt, das im kommenden Jahr im Rahmen der Dorferneuerung mit dem Amt für ländliche Entwicklung Bamberg verwirklicht werden soll: die Sanierung des ehemaligen Gebäudes der Raiffeisenbank am Raiffeisenplatz 4 in Marlesreuth. Geplant ist eine Begegnungsstätte für Vereine, ein Dorfgemeinschaftshaus, und dies mit 90 Prozent Förderung. Stumpf erinnerte daran, dass es in Marlesreuth keinerlei Gaststätte oder Café mehr gebe.

Straßen, Wege In der Diskussion stehen der Geh- und Radweg, Bauabschnitt 3, mit Anschluss in Richtung Selbitzer Berg und Brücke über die Bahnlinie; die Sanierung des Kellerhauses in der Sägleithe; und als weiteres Großprojekt die Umverlegung der Kreuzung Frankenwaldstraße/B 173, als Kauflandkreuzung bekannt, durch das Staatliche Bauamt mit Gesamtkosten bis zu 4,8 Millionen Euro. „Die Stadt ist hier mit 1,5 Millionen Euro beteiligt, bei einem Eigenanteil von 300 000 Euro“, erläuterte Stumpf. Die Kreuzung zähle zur städtischen Zubringerstraße zur Bundesstraße. Ab 8. November werden die Planfeststellungsunterlagen für vier Wochen im Rathaus ausliegen, sodass Einwände vorgebracht werden können.

Als Maßnahme des Landkreises nannte Bürgermeister Stumpf den Radwegeanschluss Lippertsgrün im Zuge der Umverlegung der Kreisstraße HO 28. In Planung sind auch Straßen-, Kanal- und Wasserleitungserneuerungen

 

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