Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die hohen Kosten für den Bau der neuen Abschiebehafteinrichtung in Hof scharf kritisiert. Das Projekt hatte sich von ursprünglich angesetzten 30 auf 78,5 Millionen Euro verteuert. Das fünfgeschossige Gebäude mit insgesamt 150 Haftplätzen ist daher einer von neun bayerischen Fällen im neuen BdSt-Schwarzbuch der Steuerverschwendungen. Neben den hohen Kosten kritisiert der BdSt auch die offensichtliche Überdimensionierung der Anstalt. Nach Recherchen des Verbandes lag die durchschnittliche monatliche Belegungsquote im ersten Halbjahr 2022 nur bei rund 30 Prozent. „Im Sinne der Steuerzahler ist zu hoffen, dass die Auslastung nicht auf Dauer so niedrig bleibt“, erklärte die bayerische BdSt-Vizepräsidentin Maria Ritch bei der Vorstellung des Schwarzbuchs in München.