Betritt man das Hofer Umweltbüro des Bundes Naturschutz (BN) an der Ecke Ludwigstraße/Auguststraße, kommt einem ein freundlicher Wolfgang Degelmann entgegen. Der 62-Jährige ist seit dem 1. September 1992 in dieser Funktion – ein Berufs-Naturschützer. Im Umweltbüro fallen die meterhohe Regale voller Aktenordner auf – die ältesten reichen ebenfalls in diese Zeit zurück. Neueres ist nicht mehr in Ordnern: „Die Unterlagen der letzten Jahre haben wir komplett digitalisiert. Aber alles, was schon etwas länger her ist, ist ausschließlich in den Ordnern“, erklärt Degelmann. Für die Digitalisierung Abertausender Alt-Akten fehlen sowohl Personal als auch Mittel. „Ich habe zwei freie Bundesfreiwilligendienst-Stellen und keine Bewerber. Hätte ich welche, müssten sie aber keinesfalls alte Ordner durchstöbern, da gibt es sehr viele, deutlich spannendere Aufgaben.“