Bund Naturschutz Kostenloser Klimaschutz durch kostenlosen ÖPNV?

Die Ticketverkäufe tragen auf dem Land nur wenig zur Finanzierung der Linien bei. Foto: Uwe von Dorn

Der Bund Naturschutz will die Kapazitäten im ÖPNV besser nutzen. Das sei eine Möglichkeit, das Klima zu schützen – und zwar mit Geld, das der Steuerzahler eh zahlt.

Frankenwald - Klimaschutz muss nicht unbedingt mehr Geld kosten, findet die Ortsgruppe Frankenwald Ost des Bundes Naturschutz in Bayern. Möglich machen könnten es Sofortmaßnahmen mit Kosten die eh da sind.Bei diesen kostenneutralen Lösungen haben die Klimaschützer besonders den öffentlchen Personennahverkehr im Blick. vor.

Hier gebe es Ausgaben, die bereits vorhanden sind, aber oft nicht optimal genutzt würden. So seien Züge in Richtung Bad Steben oft nur zu einem Bruchteil besetzt. Busse führen leer und gleichzeitig steige der Autoverkehr unaufhörlich an. Ziel müsse sein, die Kapazitäten in Bus und Bahn möglichst hoch auszulasten, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Kosten dafür zahlen wir über die öffentliche Hand (also unsere Steuern) eh schon: Für Lokführer, Züge samt Betriebskosten, dasselbe gilt für die Buslinien. Nichts ist teurer und gleichzeitig umweltschädlicher als leere oder fast leere Busse und Bahnen, die die Fahrpläne abfahren ohne Fahrgäste zu transportieren.“ Die Tickets der vereinzelten Fahrgäste trügen auf dem Land faktisch gar nicht oder nur marginal zur Finanzierung der Linien bei.

Der kostenlose Weg zu mehr Klimaschutz könnte so aussehen: „Vorhandene Kapazitäten kostenlos zur Verfügung stellen, ohne Mehraufwand zu erzeugen. Kinder, Schüler, Auszubildende, Studenten, Behinderte und Rentner sollten kostenlos alle ÖPNV-Angebote nutzen können. Die Auslastung würde steigen und Individualverkehr abnehmen.“

Zudem würde man sich wieder anfreunden mit Bus und Bahn, was nach Jahrzehnten der Automobil-Herrschaft kein Fehler wäre. Im zweiten Schritt könne dann die Auswahl der Freifahrergruppen noch erhöht werden. Selbst wenn das Angebot auf bestehenden Strecken erweitert werden müsste, sei das eine äußerst kostengünstige Möglichkeit, klimarelevant zu handeln.

 

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