Burggutfest in Tröstau Kulturfest in der Keimzelle

Einheimische und auswärtige Künstler machen die beliebte Veranstaltung des Kunst- und Kulturvereins zu einem lange vermissten Erlebnis. Das Publikum applaudiert begeistert.

Tröstau - Das Fest in der Keimzelle von Tröstau darf wieder stattfinden. Bürgermeister Rainer Klein begrüßte die zahlreichen, unter Hygienevorschriften platzierten Zuschauerinnen und Zuschauer und dankte Wolfgang Hermann für die Moderation und seine künstlerische Leitung. Auch, dass die Familien Hermann und Wunschel das Gelände zur Verfügung gestellt haben, sei keine Selbstverständlichkeit.

Es war dann an Sebastian Greim und seiner mobilen Orgel, das Burggutfest mit wuchtigen Klängen zu eröffnen. Dies tat er bravourös und mit flinken Händen und Füßen. Der Applaus fiel entsprechend euphorisch aus.

Mit Bumerang und Wortwitz

Moderator Wolfgang Hermann las dann ein Gedicht über einen Bumerang vor – das erste von vielen, wie er prophezeite. Der Vorsitzende des Kultur- und Kunstvereins moderierte das Programm mit dem ihm eigenen Wortwitz und bot weitere kurzweilige, humoristische Gedichte dar.

Klavierspielerin Lina Bruckner aus Tröstau spielte neben dem „Pink Panther“-Thema auch „Cold Water“ von Daniel Hellbach. Die Tröstauerin Emily Treude sang dann kraftvoll den Song „Control“ von Zoe Wees. Auch „You say“ von Lauren Daigle kam der jungen Sängerin stimmungsvoll über die Lippen.

Anna-Katharina Hilpert sang „Spiel auf deiner Geige“ sowie „Que fais-tu, blanche Tourterelle“ und erntete begeisterten Applaus des Publikums. Begleitet wurde sie dabei am Klavier von Elena Giesbrecht-Esterl. Milena Reichel und Elena Giesbrecht-Esterl ließen anschließend zur Begeisterung des Publikums bei einer Komposition von Bach die Finger über die Tasten der beiden Klaviere fliegen, die im Hof des Burgguts aufgestellt waren. „Mariae Wiegenlied“ boten Sebastian Greim und Anna-Katharina Hilpert gemeinsam dar. Gesang und Orgel schufen sich dabei die harmonische Grundlage für eine gelungene Aufführung.

Winehouse und Springsteen

Schließlich erklomm die Musikstudentin Adina Schöffel mit ihrer Gitarre die Bühne, um zunächst ein rumänisches Volkslied vorzutragen. Dann ging die Reise in die Populärmusik: „Valerie“ in der Version von Amy Winehouse und „The River“ von Bruce Springsteen versetzten das Burggut in eine herrliche Stimmung.

Schauspieler Alfred Schedl aus Wien präsentierte dem gespannten Publikum wie gewohnt Kurzweilig-Lyrisches, das in „Der Wein“ gipfelte. Die einzigartige Weise, wie Schedl diese mehr oder weniger bekannten Stücke vortrug, machte sie zu einem stets neuen Erlebnis.

Denis Giesbrecht bot erneut einen Ausflug in die Populärmusik auf dem Klavier nach dem energetischen Jazz-Stück „Black or white“ von Michael Jackson.

Von Hermann als „fränkisch sprechender Künstler“ angekündigt, stellte dies der aus „Döhlau ba Ba-reid“ stammende Siggi Michl prompt unter Beweis. Er läutete mit fränkisch interpretierten Klassikern die letzte Runde des Abends stimmungsvoll ein.

Der romantische Abend im Burggut hat eines auch unter Pandemie-Auflagen gezeigt: Es geht, wenn alle mitziehen, und vor allem hat er gezeigt, dass die Kultur sehr vermisst wurde.

 

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