Bushaltestelle in Unterkotzau Falter bekräftigt Forderungen an die Stadt

red

Die Endhaltestelle der Hofer Stadtbusse in Unterkotzau ist weggefallen, weil der Gastronom Eduard Falter sein Grundstück nicht mehr zu Verfügung gestellt hatte. Er weist nun noch einmal auf die Forderungen hin, die er an Stadt und Stadtwerke hat. Das Bürgergespräch der Stadt zum Thema bezeichnet er als „Schau(stelle)“.

Maximilian Falter (links) und sein Vater Eduard werfen den Stadtwerken vor, über Jahrzehnte übervorteilt worden zu sein. Foto: Patrick Gödde

Hof - Eduard Falter, Inhaber des Hotels Falter in Unterkotzau, hat sich mit einer Stellungnahme zur Interimsbushaltestelle zu Wort gemeldete, die die Stadt Hof und die Stadtwerke in dem Stadtteil schaffen wollen. Darin schildert der Gastronom nochmals seine Sicht der Dinge – und stellt, wie bereits in einem offenen Brief aus dem vergangenen Monat, konkrete Forderungen. Wie berichtet, war im Juli vergangenen Jahres die Endhaltestelle Unterkotzau der Hofer Stadtbusse weggefallen, da Falter sein Grundstück nicht mehr für Wendeschleife und Haltestelle zur Verfügung gestellt hatte. Nun hatte die Stadt in der vergangenen Woche zu einem Bürgergespräch eingeladen, in dem die Verantwortlichen die Interimslösung vorstellten und um das Verständnis der betroffenen Bürger warben, die nun beim Parken beachten sollen, dass die Stadtbusse ungehindert passieren können.

Nach der Werbung weiterlesen

Stadtwerke-Direktor Jean Petrahn und Oberbürgermeisterin Eva Döhla hätten sich mit dem internen Bürgergespräch „ihre eigene Schau(stelle)“ geschaffen, schreibt Falter. Wie aus dem Artikel unserer Zeitung vom Freitag zu entnehmen sei, suche der Chef der Stadtwerke noch nach Anregungen zur Lösung des Problems. Die Lösung, die in Eduard Falter Sinne wäre, sieht so aus: „Ich fordere von den Stadtwerken eine angemessene Entschädigung für das seit 65 Jahren kostenlose Zur-Verfügung-Stellen meines Grundstückes für eine Transformatoren-Station und zwei 20 000 Volt-Leitungen mitten durch mein Grundstück.“ Petrahn und die Oberbürgermeisterin seien der Meinung, „dass man hierfür kein Steuergeld übrig habe“. Der Hotel-Inhaber betont: „Ich war jederzeit für angemessene Verhandlungen gesprächsbereit.“

Falter wundere „an dieser öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzung“, „dass sich vom Stadtrat nur ein einziges Mitglied für die Sache interessiert hat und das ist der ehemalige Hofecker Reinhard Meringer“. Sonst habe ihn niemand angesprochen. „Es ist schon enttäuschend, wie wenig Bedeutung man als kleiner Gewerbetreibender hat.“

Die von der Stadt angedachte Übergangslösung sieht er kritisch. „Ich wünsche den betroffenen Bürgern einen milden Winter und dass die Interimslösung keine Dauerlösung wird wie in der Bismarckstraße.“ Er fände es wünschenswert, wenn sich die Oberbürgermeisterin genau so leidenschaftlich für die Lösung des aus seiner Sicht eigentlichen Problems, „nämlich die Transformatoren-Station und zwei 20 000-Volt-Leitungen“, einsetzen würde, „auch wenn dieses nicht so publikumswirksam ist“.