Camper in Arzberg In der Stadt und doch naturnah

Christl Schemm
Das Sanitärgebäude steht, die Bauarbeiten an den Außenanlagen laufen auf Hochtouren: Vom nächsten Frühjahr an werden Wohnmobilisten an der Arzberger Bahnhofstraße beste Bedingungen vorfinden. Im Bild (von links): Bürgermeister Stefan Göcking und Anja Blaumann vom Stadtbauamt auf der Baustelle mit zwei Mitarbeitern der Firma Kropf. Foto: Christl Schemm

Der neue Wohnmobilstellplatz an der Arzberger Bahnhofstraße nimmt Gestalt an und soll dieses Jahr noch fertig werden. Außer einem Sanitärgebäude gibt es fünf Stellplätze, Grünflächen, Sitzgelegenheiten und einen Zugang zur Röslau.

Wer im nächsten Jahr im Fichtelgebirge mit dem Campingmobil unterwegs ist, der wird in Arzberg einen funkelnagelneuen Stellplatz vorfinden – und zwar mitten in der Stadt und doch nahe an der Natur. Für rund 515 000 Euro baut die Stadt mit 90-prozentiger Unterstützung durch die Städtebauförderung im Dreieck zwischen Flitterbach, Röslau und Bahnhofstraße ein Refugium für Freunde des Urlaubs mit dem Wohnmobil. Fünf gepflasterte Stellplätze bietet die Fläche an der Ecke Bahnhof-/Karl-Auvera-Straße, wo ganz früher die BELG residierte und zuletzt die Firma Elektro-Meyer ihr Geschäft hatte. Dieser Tage wurde das mit Holz ummantelte Sanitärgebäude aufgestellt. Die restlichen Bauarbeiten für die Gestaltung des Areals laufen und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Lange hatten die Stadträtinnen und -räte darüber diskutiert, wie der Wohnmobilstellplatz letztlich aussehen sollte und wie der hohe finanzielle Aufwand geschultert werden könnte. Ein erster Entwurf mit deutlich aufwändigerer Gestaltung entpuppte sich als viel zu teuer, ein weiterer erschien angemessen und fand schließlich auch die Zustimmung der Städtebauförderung bei der Regierung von Oberfranken. Bei einem Besichtigungstermin vor Ort zeigten sich nun Bürgermeister Stefan Göcking und Anja Blaumann vom Stadtbauamt hochzufrieden mit dieser Lösung und dem Fortgang der Bauarbeiten.

Alles komplett

In dem neuen Sanitärgebäude, das durch die Verbrämung mit hellem Holz den Container-Charakter in den Hintergrund treten lässt, sind Toiletten, Duschen, ein Behinderten-WC und Kabinen für die Technik untergebracht. „Der Zugang zu den Sanitärräumen für die Gäste wird über das Stellplatz-Ticket, das an einem Automaten gelöst werden kann, ermöglicht“, erläuterte Anja Blaumann. Neben den gepflasterten Abstellplätzen gibt es eine Grünfläche, an die eine Entsorgungsstation für den Inhalt der Camping-Toiletten angrenzt. Hecken werden die Grün- und die anderen Flächen säumen. Auch ein Sitzplatz wird eingerichtet, ebenso ein Abstellplatz für Fahrräder. Obwohl der neue Wohnmobilstellplatz mitten in der Stadt entsteht, bietet er Nähe zur Natur. Die Betonmauer des früheren Meyer-Gebäudes wurde abgerissen und stattdessen die Uferböschung des Flitterbachs mit Flussbausteinen gestaltet, sodass ein natürlicher Flusslauf entsteht. Ein paar Schritte weiter führt eine Stahltreppe hinunter zur Röslau. Dort soll am Ufer eine weitere Sitzgelegenheit zum Verweilen einladen.

Gehsteig und Trafostation

Für den Bau des Wohnmobilstellplatzes hatte die Trafostation umgesetzt werden müssen. Sie steht nun direkt an der Abzweigung der Bahnhof- zur Karl-Auvera-Straße. Dort werden im nächsten Jahr nach den Worten des Bürgermeisters weitere Bauarbeiten beginnen, denn die Wiesenmühlbrücke müsse erneuert werden, ebenso zwei Durchlässe für den Flitterbach im weiteren Verlauf der Karl-Auvera-Straße Richtung Fladenwiese. Laut Göcking wird dort auch ein Gehsteig gebaut. Das Trottoir an der Bahnhofstraße im Bereich des Wohnmobilstellplatzes sei ebenfalls erneuert worden.

Wie der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung außerdem ankündigte, soll im nächsten Jahr auch die Gestaltung des Areals Friedrich-Ebert-Straße 2, genau gegenüber dem Platz für die Campingmobile, angegangen werden. Wie dieses Gelände ausgestattet werden soll, werde letztlich der Stadtrat entscheiden. Wie berichtet, sollte dort nach einem Architektenwettbewerb eine lange Tafel aufgestellt werden. Allerdings stieß der Entwurf des Siegerbüros Sowatorini nicht auf ungeteilte Zustimmung. Nun soll der Plan noch einmal im Stadtrat vorgestellt werden.

 

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