Camping in Lichtenberg Vor allem die Skandinavier kommen

Sandra Hüttner
Geschäftsführer Andreas Löffler Foto: Hüttner

Erfreuliches vom Lichtenberger Campingplatz: Die Besucherzahlen steigen, demnächst soll der Biergarten eröffnet werden.

In der jüngsten Stadtratssitzung hat der Geschäftsführer der Höllental Camping GmbH, Andreas Löffler, einen Jahresbericht zum Campingplatz Lichtenberg abgegeben. Bürgermeister Kristan von Waldenfels (CSU) merkte zunächst an, dass die Übernahme durch Löffler ein Jahr zurück liege. Er dankte diesem für das Engagement rund um den Campingplatz und sprach von einem „Glücksgriff“, der sich auch in den steigenden Übernachtungszahlen widerspiegele.

Im Juli vergangenen Jahres, dem ersten Monat nach der coronabedingten Schließzeit, gab es zum Auftakt nur 397 Gäste; 20 Prozent kamen aus nordischen Ländern Norwegen, Dänemark und Holland. „Sie nutzen unseren Campingplatz für eine Übernachtung, um die Reise nach Süden beziehungsweise umgekehrt nicht in einem Stück fahren zu müssen.“ 1840 Übernachtungen gab es bis Dezember 2021 mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 1,7 Nächten.

„Der Stand bis heute beträgt 2284 Übernachtungen, davon allein 1288 im Juni“, erläuterte Löffler. Mittlerweile liege die Verweilzeit bei durchschnittlich 2,8 Tagen. „Man merkt, die Leute fühlen sich wohl, nutzen das Freizeitareal“, unterstrich der Geschäftsführer.

Bisher seien 100 000 Euro in die Neugestaltung des Campingplatzes investiert worden, beginnend mit dem neuen Rezeptionsgebäude, „das nun ein viel freundlicheres Willkommen bietet“. Noch in diesem Jahr soll die Eröffnung des Biergartens mit Platz für bis zu 100 Personen folgen. Auch die Fertigstellung des Spielplatzes sei geplant wie auch Ende des Jahres die Errichtung des Wirtschaftsareals mit Maschinenhalle und Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile.

„Ich bin nach wie vor auf der Suche nach Mitarbeitern für Biergarten, Grünanlagenpflege und Reinigung“, informierte Löffler. Bereits sieben Mitarbeiter seien in Teilzeit oder auf Minijobbasis angestellt, davon vier aus Lichtenberg. Festzustellen sei ein „harmonisches Zusammenwachsen von Naherholungsgebiet rund um den See und Campingplatz“. Löffler dankte der Stadt für die Asphaltierung des Einfahrtsbereichs in den Campingplatz, was sehr positiv aufgenommen worden sei.

Über Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam seien alle Stellplätze belegt gewesen, man musste sogar den Dauercampingbereich zur Unterbringung mit nutzen. „Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit. Wir freuen uns, dass das Areal so gut angenommen wird.“

Zum Abschluss des „Seepflegevertrages“ mit der Stadt stellte der Geschäftsführer fest, dass „sich fast alle Besucher diszipliniert verhalten und der Müll fast ausschließlich in den Mülleimern landet“. Jeden Tag werde eine „Mülltour“ durchgeführt, eine Schubkarre Müll komme täglich zusammen.

 

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