Causa Blaues Haus in Hof Gudrun Bruns kritisiert Roßners Vorstoß

Was soll aus dem Blauen Haus an der Hofer Fabrikzeile werden? Foto: www.tom-hof.de/Thomas Neumann

Der Vorschlag des Heimatpflegers stößt nicht überall auf Gegenliebe. Gegenwind erntet er jetzt von der FAB.

Hof - Die Forderung, einen Denkmalrat für Hof ins Leben zu rufen, bietet viel Gesprächsstoff – auch innerhalb des Stadtrats. Eine Generaldebatte über den Vorstoß, den der Zeller Heimatforscher Adrian Roßner initiiert hatte, blieb jedoch bislang aus. In der Bauausschuss-Sitzung meldete sich lediglich FAB-Rätin Gudrun Bruns zu Wort, und es gab keine Aussprache zu dem Thema. Mit deutlicher Kritik reagierte sie auf den Brief Roßners, den verschiedene Vereine und Institutionen unterstützen. „Sie machen es sich sehr bequem“, monierte Bruns.

Es sei eben einfach, mit dem Finger auf die Stadt zu zeigen und die Verantwortlichen zum Handeln aufzufordern im Hinblick auf den Umgang mit historischer Bausubstanz. Da sei auch schon Eigeninitiative gefragt. „Es bleibt jedem selbst überlassen, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen.“ Stadtrat und Verwaltung seien bereit, Privatinitiativen zu unterstützen. Als Beispiele nannte sie das Püttner’sche Palais, die Münch-Ferber-Villa und das Gerberdenkmal an der Ernst-Reuter-Straße.

Die Diskussion um historische Gebäude in Hof hatte sich – wie berichtet – vor allem am Blauen Haus in der Fabrikzeile entzündet. Im Raum steht die Frage, ob zumindest die Fassade erhalten bleiben könnte. Die Stadtrats-SPD hat eben dies am Wochenende in einem Antrag gefordert: Es sollten Gespräche mit dem Investor für eine Tagespflege-Einrichtung geführt werden. J. F.

 

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