Sie muss jetzt eine Reißleine ziehen. Bevor es noch schlimmer werden könnte – und sie selbst der Insolvenz näher kommen könnte. Also begräbt Silvia Hereth einen „kleinen, großen Lebenstraum“. So nennt sie ihr Café Glücksschiene am Neuenmarkter Bahnhof, das sie im Juli 2021 eröffnet hatte. Wenn Hereth spricht, stockt ihre Stimme mehrfach. Ihre Augen füllen sich mit Tränen. „Dabei steckt hier so viel Liebe drinnen“, sagt sie. Das zeigt sich schon im Namen: „Glück“ sollte für das Positive stehen. Und dass Neuenmarkt und „Schiene“ zusammengehören würden – gerade an jenem Sandsteinbau direkt am Bahnhof –, stehe im selbst ernannten Eisenbahnerdorf ohnehin außer Frage.
Chefin bricht in Tränen aus Café Glücksschiene in Neuenmarkt schließt
Jürgen Lenkeit 01.05.2025 - 09:00 Uhr