Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) erklärte am Freitag, die Welt schaue in diesen Tagen voller Hoffnung auf Mainz. Neben der Entwicklung des Impfstoffs in den Mainzer Laboren von Biontech produziere der Mainzer Spezialglashersteller Schott die Pharmafläschchen für den Transport von Impfstoffen.
Schnellere Produktion von mRNA-Impfstoffen
Ein Vorteil von mRNA-Impfstoffen ist, dass sie wesentlich schneller als konventionelle Impfstoffe produziert werden können. Biontech und Pfizer rechnen damit, noch in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoff-Dosen bereitzustellen, im kommenden Jahr kalkulieren sie mit bis zu 1,3 Milliarden Dosen. Der Impfstoff muss jedoch bei minus 70 Grad gelagert werden. Pfizer habe große Erfahrungen darin, Impfstoffe gekühlt zu lagern und zu transportieren und verfüge bereits über eine entsprechende weltweite Infrastruktur, teilten die Unternehmen mit.
Neben Biontech/Pfizer arbeiten derzeit auch mehrere andere Pharmafirmen in fortgeschrittenem Stadium an Corona-Impfstoffen, darunter Johnson&Johnson, Astrazeneca und Sanofi-GSK. Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain haben bereits Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit bereits Teile der Bevölkerung. Wie gut diese Impfungen tatsächlich schützen und welche Nebenwirkungen sie haben können, ist allerdings derzeit weitgehend offen.
Umfangreiche Informationskampagne zur Corona-Impfung in Deutschland geplant
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat kürzlich erklärt, er erwarte einen zügigen Zulassungsprozess. Zugleich kündigte er eine umfangreiche Informationskampagne zur Corona-Impfung an. Zuerst sollen Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen, Ärzte und Pflegekräfte, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher geimpft werden - entsprechend der Empfehlungen des Deutschen Ethikrats, der Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Ständigen Impfkommission.
Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) erklärte am Freitag, die Welt schaue in diesen Tagen voller Hoffnung auf Mainz. Neben der Entwicklung des Impfstoffs in den Mainzer Laboren von Biontech produziere der Mainzer Spezialglashersteller Schott die Pharmafläschchen für den Transport von Impfstoffen.