Corona in Zell 15 Mitarbeiter in Seniorenheim infiziert

Bislang ist im Zeller Seniorenhaus noch kein Bewohner am Coronavirus verstorben. Am Montag müssen sich nach dem jüngsten Ausbruch erneut alle Bewohner testen lassen. Foto: picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Am Waldstein haben sich über mehrere Abteilungen hinweg mehr als ein Dutzend Angestellte infiziert. Am Montag folgt deshalb ein Reihentest.

Zell - Im Zeller Seniorenhaus haben sich 15 der insgesamt 120 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. In dem Haus leben 135 Bewohner. Am Montag folgt deshalb eine Reihentestung. Bislang sei das Seniorenheim von Todesfällen durch das Virus verschont geblieben, sagt Geschäftsführer Dieter Hahn.

Der Chef des Hauses hofft, dass es nun ebenfalls zu keinen schweren Krankheitsverläufen unter den Bewohnern und Mitarbeitern kommt. Fast alle Personen seien mittlerweile vollumfänglich geimpft worden. „Gut die Hälfte der jetzt Infizierten hat auch die zweite Impfdosis erhalten“, sagt Hahn. Für ihn ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Impfung zwar vor schweren Verläufen schützt, aber die Virenübertragung nicht unterbindet.

Auch der Geschäftsführer ist infiziert, was er sich nicht erklären könne. Erst am vergangenen Samstag endete seine Quarantänezeit nach einem positiven Coronatest am 3. Februar. „Ich war zwei Wochen in Isolation. Der Schnelltest am Montag fiel negativ aus, der PCR-Test am Mittwoch plötzlich positiv.“ Ein freiwilliger Test war es, sagt Hahn, der nach dem erneut positiven Ergebnis derzeit eine geringe Viruslast trage, was dafür spricht, dass er sich erst jüngst erneut irgendwo angesteckt haben muss. Offenbar hat das Virus im Seniorenhaus breitflächig gestreut. Hahn spricht von Infizierten in verschiedenen Abteilungen, von der Küche bis zur Verwaltung, von den Reinigungskräften bis zum Pflegepersonal.

Oder sind die PCR-Tests fehlerhaft? „Ich finde es zumindest komisch“, sagt Hahn über sein erneut positives Ergebnis. Deutlichere Worte wolle er nicht äußern. Jedenfalls sei er nun nicht in Quarantäne, weil seine Virenlast so gering sei. Er könne damit niemanden anstecken, sei ihm gesagt worden. Corona, sagt Hahn, bleibe vielmals ein Rätsel. SöGö

 

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